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Betty Campbell

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Himbeer-Linzer Plätzchen: Bestes Weihnachtsrezept

Ready In 90 Minuten
Servings 30 Stück
Difficulty Medium

Meine Nachbarin Frau Weber machte gar kein Aufheben darum. Ich war an einem verregneten Dienstag im November kurz vorbeigekommen, um ihre Heckenschere auszuleihen – und dann traf mich der Duft. Dieses warme, buttrige Aroma von gerösteten Mandeln und Vanille, das sich mit einer fruchtigen, säuerlichen Note vermischte. Es roch nach Weihnachten, aber ehrlich und ungekünstelt, nicht nach diesen überladenen Gewürzmischungen aus dem Supermarkt.

Frau Weber zuckte nur mit den Schultern, als ich fragte, was da so dufte. “Ach, nur ein schnelles Plätzchenrezept”, sagte sie und schob mir ein Blech mit den schönsten Himbeer-Linzer Plätzchen hin – die Marmelade blitzte durch die kleinen Gucklöcher wie kleine rote Fenster. Sie hatte Mehl auf der Nase und wirkte fast ein bisschen verlegen, dass ich so begeistert war. Dabei waren diese Dinger perfekt. Der Mürbeteig war zart und bröselig, die Himbeerfüllung genau richtig – nicht zu süß, mit diesem kleinen, erfrischenden Biss.

Ich stand da in ihrer Küche, die Heckschere noch in der Hand, und aß drei auf einmal. Sie lachte und meinte, ich solle doch das Blech mitnehmen. Und genau das habe ich gemacht. Seitdem backe ich diese Himbeer-Linzer Plätzchen jedes Jahr in der Adventszeit. Sie sind mein stiller Star auf dem Plätzchenteller – die, die immer zuerst weg sind, obwohl sie so unscheinbar aussehen. Vielleicht kennen Sie das ja: Manchmal sind es genau diese zufälligen Entdeckungen, die zu den liebsten Traditionen werden.

Dieses Rezept ist nichts für Leute, die protzige, bunte Kekse wollen. Es ist für alle, die den echten, klassischen Geschmack von Weihnachten suchen. Den Geschmack, der einen daran erinnert, warum man die Adventszeit überhaupt liebt. Und das Schönste? Der Teig ist super einfach und verzeiht auch mal einen kleinen Patzer. Genau mein Ding, ehrlich.

Warum Sie dieses Rezept lieben werden

Ich habe in den letzten Jahren bestimmt fünf verschiedene Linzer-Plätzchen-Rezepte ausprobiert. Dieses hier hat sich durchgesetzt, weil es einfach funktioniert – jedes Mal. Nicht zu trocken, nicht zu süß, und die Himbeerfüllung bleibt da, wo sie hingehört: in der Mitte, nicht am Rand.

  • Schnell und einfach: Der Teig ist in 15 Minuten zusammengerührt und muss nur kurz kühlen. Perfekt für spontane Backnachmittage mit den Kindern oder wenn die Weihnachtsstimmung plötzlich über einen kommt.
  • Einfache Zutaten: Sie brauchen nichts Exotisches. Butter, Mehl, Mandeln, Zucker und ein Glas gute Himbeermarmelade – das haben Sie wahrscheinlich schon im Haus.
  • Der perfekte Weihnachtsklassiker: Diese Plätzchen sind wie gemacht für die Adventszeit. Sie schmecken nach Geborgenheit, nach Kerzenschein und nach gemütlichen Nachmittagen mit einer Tasse Tee.
  • Ein echter Publikumsliebling: Ganz ehrlich, ich habe noch nie erlebt, dass jemand ein Linzer Plätzchen liegen lässt. Die Kombination aus buttrigem Mürbeteig und fruchtiger Füllung ist einfach unwiderstehlich.
  • Unvergleichlich lecker: Der Teig bekommt durch die gemahlenen Mandeln eine besondere Zartheit und einen nussigen Unterton, der perfekt mit der säuerlichen Himbeere harmoniert. Das ist kein Allerweltskeks, das ist ein kleines Meisterwerk.

Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Der Trick liegt in der Zubereitung des Teigs. Ich lasse die Butter nur ganz kurz mit dem Puderzucker schaumig rühren – nicht zu lange, sonst wird der Teig später beim Backen zu weich. Und ich verwende ausschließlich gute Himbeermarmelade mit Fruchtstückchen, kein Gelee. Das macht den Unterschied zwischen “ganz nett” und “unvergesslich”, glauben Sie mir.

Dieses Rezept ist nicht nur gut – es ist die Art von Gebäck, bei dem man nach dem ersten Bissen kurz die Augen schließt. Es ist Weihnachten, wie es sein sollte: ehrlich, wohltuend und ein bisschen verspielt mit den kleinen Gucklöchern. Perfekt, um Gäste zu beeindrucken, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.

Welche Zutaten Sie brauchen

Für diese Himbeer-Linzer Plätzchen verwenden wir nur wenige, aber qualitativ hochwertige Zutaten. Der Teig lebt von der feinen Balance zwischen Butter, Mehl und Mandeln – und die Füllung ist der fruchtige Star. Hier kommt die Liste, genau so, wie ich sie jedes Jahr abarbeite.

Für den Mürbeteig:

  • 250 g weiche Butter (ungesalzen, Zimmertemperatur – das ist wichtig, damit der Teig geschmeidig wird)
  • 100 g Puderzucker (gesiebt, für eine besonders feine Textur)
  • 1 Päckchen Vanillezucker (am besten selbstgemacht oder Bourbon-Vanillezucker – der Unterschied ist riesig!)
  • 1 Prise Salz (rundet den Geschmack ab, wirklich nicht weglassen)
  • 2 Eigelb (Größe M, Zimmertemperatur)
  • 250 g Weizenmehl (Type 405, für den klassischen Mürbeteig)
  • 100 g gemahlene Mandeln (ohne Haut, also blanchiert – ich nehme oft die von Seeberger, die sind schön fein)
  • 1/2 TL Backpulver (macht den Teig etwas luftiger, aber nicht zu sehr)

Für die Füllung und Dekoration:

  • ca. 150 g Himbeermarmelade (am besten mit Fruchtstückchen, kein Gelee – ich schwöre auf die von der Eigenmarke aus dem Bioladen oder selbstgemachte)
  • Puderzucker zum Bestäuben (für den letzten, weihnachtlichen Schliff)

Ein kleiner Tipp von mir: Achten Sie bei den Mandeln darauf, dass sie wirklich fein gemahlen sind. Grobe Stücke können den Teig bröselig machen. Und bei der Marmelade gilt: Je intensiver der Himbeergeschmack, desto besser das Ergebnis. Im Winter, wenn frische Himbeeren teuer sind, ist ein gutes Glas Marmelade die beste Wahl. Wenn Sie aber im Sommer frische Früchte haben, können Sie die Marmelade natürlich auch selbst einkochen – das ist dann die Königsklasse!

Falls Sie eine glutenfreie Variante brauchen: Ersetzen Sie das Weizenmehl einfach durch eine glutenfreie Mehlmischung für Mürbeteig. Die Konsistenz wird etwas anders, aber es schmeckt trotzdem fantastisch. Und für eine vegane Version können Sie die Butter durch vegane Backmargarine und die Eigelbe durch je einen Esslöffel kaltes Wasser mit etwas Leinsamenmehl ersetzen. Hab ich auch schon gemacht – funktioniert überraschend gut!

Benötigte Küchengeräte

Sie brauchen keine ausgefallene Profiausrüstung, um diese Himbeer-Linzer Plätzchen zu backen. Die meisten Dinge haben Sie bestimmt schon in der Küche. Aber ein paar Helfer machen die Arbeit leichter.

  • Handrührgerät oder Küchenmaschine (für den Teig – mit der Hand geht es auch, aber dann braucht man etwas Geduld)
  • Große Rührschüssel
  • Küchenwaage (genaues Abwiegen ist bei Mürbeteig wichtig)
  • Frischhaltefolie (zum Kühlen des Teigs)
  • Nudelholz (am besten aus Holz, das kühlt den Teig nicht so stark runter)
  • Ausstechformen (runde oder gezackte Formen, etwa 5-6 cm Durchmesser – und eine kleine Form für das “Guckloch”, z.B. ein kleiner Stern oder ein Herz)
  • Backblech mit Backpapier
  • Kuchengitter (zum Abkühlen – ein Muss, sonst werden die Plätzchen weich)
  • Teelöffel oder kleiner Spatel (zum Füllen der Marmelade)
  • Feines Sieb (zum Bestäuben mit Puderzucker)

Ein Tipp aus meiner Küche: Wenn Sie keine kleine Ausstechform für das Guckloch haben, nehmen Sie einfach eine leere Spritztülle oder den Deckel eines Kugelschreibers (sauber gemacht, versteht sich!). Das funktioniert genauso gut. Und falls Ihr Nudelholz klebt, wickeln Sie den Teig einfach zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie aus – das ist mein Geheimtipp für eine saubere, gleichmäßige Dicke.

Zubereitung – Schritt für Schritt

Himbeer-Linzer Plätzchen preparation steps

So, jetzt wird gebacken! Keine Sorge, der Teig ist wirklich einfach und verzeiht auch kleine Fehler. Ich zeige Ihnen genau, worauf es ankommt.

  1. Teig vorbereiten (10 Minuten): Geben Sie die weiche Butter, den gesiebten Puderzucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in eine große Rührschüssel. Rühren Sie alles mit dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe etwa 2 Minuten lang, bis die Masse hell und schaumig ist. Aber nicht zu lange! Sonst wird der Teig später zu weich. Fügen Sie dann die beiden Eigelb hinzu und rühren Sie sie kurz unter.
  2. Trockene Zutaten mischen (5 Minuten): In einer separaten Schüssel vermischen Sie das Mehl, die gemahlenen Mandeln und das Backpulver. Geben Sie diese Mischung nach und nach zur Butter-Zucker-Masse. Rühren Sie nur so lange, bis sich alles zu einem glatten Teig verbindet. Der Teig sollte sich zu einer Kugel formen lassen, ohne zu kleben. Falls er doch klebt, geben Sie noch einen Esslöffel Mehl dazu.
  3. Teig kühlen (mindestens 1 Stunde): Formen Sie den Teig zu einer flachen Scheibe (das geht schneller beim Ausrollen) und wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie. Legen Sie ihn für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Ich mache den Teig oft schon am Abend vorher – dann kann er über Nacht durchziehen und die Aromen verbinden sich noch besser.
  4. Backofen vorheizen (15 Minuten vor dem Backen): Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (160 Grad Umluft) vor. Legen Sie zwei Backbleche mit Backpapier aus.
  5. Teig ausrollen (10 Minuten): Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank und lassen Sie ihn 5 Minuten bei Raumtemperatur etwas weicher werden. Bestäuben Sie Ihre Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Rollen Sie den Teig gleichmäßig etwa 4-5 mm dick aus. Arbeiten Sie zügig, damit der Teig nicht zu warm wird. Stechen Sie mit der größeren Ausstechform die Plätzchen aus – für jedes fertige Plätzchen brauchen Sie zwei Teile: eins mit Loch und eins ohne.
  6. Gucklöcher stechen (5 Minuten): Bei der Hälfte der ausgestochenen Plätzchen stechen Sie mit der kleinen Form (Stern, Herz oder Kreis) ein Loch in die Mitte. Das wird später das “Fenster”, durch das die Marmelade blitzt. Setzen Sie die Plätzchen mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Backbleche.
  7. Backen (10-12 Minuten): Backen Sie die Plätzchen im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene. Sie sind fertig, wenn die Ränder ganz leicht goldbraun sind – die Mitte sollte noch hell sein. Achtung: Mürbeteig backt schnell nach, also lieber eine Minute zu früh rausnehmen als zu spät!
  8. Abkühlen lassen (10 Minuten): Lassen Sie die Plätzchen für etwa 5 Minuten auf dem Blech ruhen, dann setzen Sie sie vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kuchengitter. Sie müssen vollständig auskühlen, bevor Sie sie zusammensetzen – sonst wird die Marmelade flüssig und läuft aus.
  9. Füllen und Bestäuben (15 Minuten): Bestäuben Sie die Plätzchen mit dem Guckloch großzügig mit Puderzucker. Streichen Sie dann auf die Plätzchen ohne Loch einen halben Teelöffel Himbeermarmelade – nicht zu viel, sonst quillt sie an den Seiten raus. Setzen Sie die bestäubten Deckel vorsichtig darauf und drücken Sie sie leicht an.

Und da sind sie – Ihre selbstgemachten Himbeer-Linzer Plätzchen! Lassen Sie sie noch ein paar Stunden durchziehen, dann werden sie richtig zart und die Aromen verbinden sich. Aber ehrlich? Ich kann meistens nicht so lange warten.

Tipps & Tricks für perfekte Linzer Plätzchen

Nachdem ich in den letzten Jahren so einige Bleche Linzer Plätzchen produziert habe – und auch ein paar Fehlschläge – habe ich ein paar Tricks auf Lager, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

  • Der Teig darf nicht zu warm werden: Das ist die wichtigste Regel bei Mürbeteig. Wenn der Teig beim Ausrollen klebt oder zu weich wird, legen Sie ihn einfach für 10 Minuten zurück in den Kühlschrank. Besser öfter kühlen als einmal zu viel.
  • Gleichmäßig ausrollen: Nutzen Sie zwei gleich dicke Holzleisten oder spezielle Abstandshalter fürs Nudelholz. So wird der Teig überall gleich dick und die Plätzchen backen gleichmäßig.
  • Nicht zu viel Marmelade: Ich weiß, die Versuchung ist groß. Aber wenn Sie zu viel Füllung nehmen, läuft sie beim Zusammensetzen aus und die Plätzchen sehen unordentlich aus. Ein halber Teelöffel reicht völlig.
  • Marmelade vorher erwärmen: Wenn die Marmelade sehr fest ist, erwärmen Sie sie kurz in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle, bis sie streichfähig ist. Dann verteilt sie sich besser.
  • Geduld beim Abkühlen: Ich habe es einmal eilig gehabt und die noch warmen Plätzchen zusammengesetzt – die Marmelade ist ausgelaufen, der Puderzucker ist geschmolzen, es war eine Katastrophe. Lernen Sie aus meinem Fehler: Warten Sie, bis alles komplett kalt ist!
  • Doppelt backen für mehr Biss: Wenn Sie Ihre Linzer Plätzchen besonders knackig mögen, backen Sie die Deckel (die mit dem Loch) eine Minute länger als die Böden. So haben sie einen schönen Kontrast.

Ein kleiner Fail aus meiner Küche: Letztes Jahr habe ich vergessen, das Backpulver in den Teig zu geben. Die Plätzchen waren zwar noch essbar, aber ziemlich kompakt und hart. Also: Backpulver nicht vergessen! Es macht den Teig zart und mürbe, genau wie es sein soll.

Variationen & kreative Ideen

Das Schöne an diesem Grundrezept ist, dass Sie es nach Lust und Laune abwandeln können. Ich habe im Laufe der Jahre ein paar Varianten ausprobiert, die alle fantastisch schmecken.

  • Fruchtvariationen: Statt Himbeermarmelade können Sie auch Aprikosen-, Erdbeer- oder Johannisbeerkonfitüre verwenden. Besonders lecker finde ich eine Mischung aus Himbeere und etwas Orangenschale – das gibt eine frische, winterliche Note.
  • Nüsse tauschen: Die gemahlenen Mandeln lassen sich wunderbar durch Haselnüsse oder Walnüsse ersetzen. Haselnüsse geben einen kräftigeren, erdigeren Geschmack, der besonders gut zu Schokolade passt. Dazu einfach 50 g der Mandeln durch gemahlene Haselnüsse ersetzen.
  • Schoko-Linzer: Für alle Schokoholics: Verfeinern Sie den Teig mit 2 Esslöffeln Kakaopulver (ungesüßt) und ersetzen Sie die Himbeermarmelade durch eine dunkle Schokoladencreme oder Nutella. Ein Traum!
  • Gewürz-Variante: Geben Sie einen Teelöffel Lebkuchengewürz oder Zimt in den Teig. Das macht die Plätzchen besonders weihnachtlich und passt perfekt zu einer Orangenschale in der Marmelade.
  • Glutenfrei: Wie schon erwähnt, funktioniert das Rezept auch mit einer glutenfreien Mehlmischung. Achten Sie darauf, dass die Mischung für Mürbeteig geeignet ist, und geben Sie eventuell einen Esslöffel mehr Flüssigkeit (z.B. einen Schuss Milch) dazu, falls der Teig zu bröselig ist.

Meine persönliche Lieblingsvariante? Die mit Haselnüssen und einer dunklen Schokoladenfüllung – die mache ich immer heimlich für mich selbst, während die klassischen Himbeer-Linzer für die Gäste sind. Na ja, meistens zumindest.

Servieren & Aufbewahren

Himbeer-Linzer Plätzchen sind echte Alleskönner: Sie schmecken frisch gebacken, aber auch nach ein paar Tagen werden sie noch besser, wenn die Aromen durchgezogen sind.

Servieren: Am besten schmecken sie bei Zimmertemperatur. Richten Sie sie auf einer hübschen Platte an – der Kontrast zwischen dem weißen Puderzucker und der roten Marmelade sieht einfach bezaubernd aus. Dazu passt eine Tasse Glühwein, ein Weihnachtstee oder ein heißer Kakao. Für ein besonderes Dessert können Sie die Plätzchen auch mit einer Kugel Vanilleeis servieren – der Mix aus warmen Keksen und kaltem Eis ist genial.

Aufbewahren: Bewahren Sie die Plätzchen in einer luftdichten Dose auf, am besten mit einem Stück Apfel oder einer Scheibe Brot im Behälter (das hält sie weich, aber tauschen Sie das Obst alle zwei Tage aus). So bleiben sie bis zu zwei Wochen frisch – falls sie so lange überleben! Ich muss gestehen, bei mir sind sie meistens nach einer Woche weg.

Einfrieren: Sie können die ungefüllten, gebackenen Plätzchen problemlos einfrieren. Legen Sie sie dazu in einen Gefrierbeutel und drücken Sie die Luft heraus. So halten sie sich bis zu drei Monate. Zum Servieren einfach auftauen, mit Puderzucker bestäuben und dann frisch füllen – so schmecken sie wie gerade gebacken.

Reheating: Wenn Sie die Plätzchen nach einigen Tagen etwas aufgefrischt werden sollen, legen Sie sie für 3-4 Minuten bei 150 Grad in den Ofen. Aber Vorsicht: Die Marmelade darf nicht kochen! Besser ist es, sie einfach bei Zimmertemperatur zu genießen.

Übrigens: Die Plätzchen schmecken am zweiten oder dritten Tag oft noch besser, weil die Feuchtigkeit aus der Marmelade in den Teig zieht und ihn noch zarter macht. Ein guter Grund, nicht alle auf einmal zu essen – auch wenn es schwerfällt.

Nährwerte & gesundheitliche Vorteile

Gut, Linzer Plätzchen sind jetzt nicht gerade Diätkost – aber in der Weihnachtszeit darf man sich ja mal etwas gönnen! Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Plätzchen (bei etwa 30 Stück):

Nährwert Menge pro Stück
Kalorien ca. 110 kcal
Fett ca. 7 g
Kohlenhydrate ca. 10 g
Eiweiß ca. 2 g
Ballaststoffe ca. 1 g

Die Mandeln liefern übrigens wertvolle ungesättigte Fettsäuren und Vitamin E, das gut für die Haut ist. Die Himbeeren in der Marmelade stecken voller Antioxidantien – na ja, zumindest ein bisschen. Und der Puderzucker? Der tut der Seele gut, und das ist in der Adventszeit ja auch wichtig!

Falls Sie auf eine zuckerreduzierte Variante achten, können Sie den Puderzucker durch Xylit oder Erythrit ersetzen (aber achten Sie auf die Backeigenschaften – der Teig wird etwas trockener). Die Marmelade können Sie auch selbst mit weniger Zucker einkochen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich den Teig auch mit der Hand kneten?
Ja, absolut! Wenn Sie keine Küchenmaschine haben, kneten Sie den Teig einfach mit den Händen. Aber arbeiten Sie schnell, damit die Butter nicht zu warm wird. Sobald der Teig zusammenhält, hören Sie auf zu kneten.

Warum läuft meine Marmelade aus?
Das passiert meistens, wenn die Plätzchen noch warm sind oder wenn Sie zu viel Füllung genommen haben. Lassen Sie die Plätzchen komplett auskühlen und verwenden Sie nur einen halben Teelöffel Marmelade. Wenn die Marmelade sehr flüssig ist, können Sie sie vorher mit etwas Speisestärke andicken.

Kann ich die Plätzchen auch ohne Eigelb backen?
Ja, Sie können die Eigelbe durch je einen Esslöffel kaltes Wasser ersetzen. Der Teig wird dann etwas weniger mürbe, aber er funktioniert. Für eine vegane Variante nehmen Sie Leinsamen-Ei (1 EL Leinsamenmehl + 3 EL Wasser pro Eigelb).

Wie bekomme ich die Plätzchen gleichmäßig dick?
Der beste Trick sind zwei gleich dicke Holzleisten oder Metalleisten, die Sie links und rechts neben den Teig legen. Dann rollen Sie mit dem Nudelholz darüber und der Teig wird automatisch gleichmäßig dick. Oder Sie verwenden ein ausrollbares Nudelholz mit Abstandshaltern.

Kann ich die Plätzchen auch ohne Ausstechformen machen?
Klar! Schneiden Sie den Teig einfach mit einem Messer oder einem Pizzaschneider in gleichmäßige Quadrate oder Rechtecke. Für das Guckloch können Sie einen kleinen Schnitt machen oder ein Loch mit einem Strohhalm ausstechen. Sieht dann etwas rustikaler aus, schmeckt aber genauso gut!

Fazit – Warum Sie diese Plätzchen backen sollten

Himbeer-Linzer Plätzchen sind für mich der Inbegriff von Weihnachtsbäckerei. Sie sind nicht zu aufdringlich, nicht zu süß, aber einfach perfekt in ihrer Schlichtheit. Dieses Rezept habe ich von Frau Weber – und seitdem ist es aus meiner Adventszeit nicht mehr wegzudenken.

Probieren Sie es aus! Lassen Sie sich von der Einfachheit überraschen und genießen Sie den Duft, der Ihre Küche erfüllt. Und wenn die ersten Plätzchen aus dem Ofen kommen – nehmen Sie sich einen Moment Zeit, setzen Sie sich mit einer Tasse Tee hin und genießen Sie den Geschmack von echter, handgemachter Weihnacht.

Ich bin schon gespannt, wie Ihre Linzer Plätzchen werden! Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar unter dem Rezept – erzählen Sie mir, ob Sie die klassische Variante gebacken haben oder eine meiner Variationen ausprobiert haben. Und wenn Sie ein Foto machen, markieren Sie mich doch auf Pinterest! Ich freue mich riesig, Ihre Kreationen zu sehen.

In diesem Sinne: Frohes Backen und eine wundervolle, besinnliche Adventszeit!

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Himbeer-Linzer Plätzchen recipe

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Himbeer-Linzer Plätzchen: Bestes Weihnachtsrezept

Diese zarten, buttrigen Linzer Plätzchen mit fruchtiger Himbeerfüllung sind der Inbegriff von Weihnachtsbäckerei. Ein einfaches Rezept, das jedes Mal gelingt und mit seinem klassischen Geschmack begeistert.

  • Author: Anna
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 12 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 27 Minuten (inkl. Kühlzeit)
  • Yield: 30 Plätzchen 1x
  • Category: Weihnachtsgebäck
  • Cuisine: Österreichisch

Ingredients

Scale
  • 250 g weiche Butter (ungesalzen, Zimmertemperatur)
  • 100 g Puderzucker (gesiebt)
  • 1 Päckchen Vanillezucker (selbstgemacht oder Bourbon-Vanillezucker)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelb (Größe M, Zimmertemperatur)
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 100 g gemahlene Mandeln (blanchiert, ohne Haut)
  • 1/2 TL Backpulver
  • ca. 150 g Himbeermarmelade (mit Fruchtstückchen)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Instructions

  1. Teig vorbereiten: Butter, gesiebten Puderzucker, Vanillezucker und Salz in eine große Rührschüssel geben. Mit dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe etwa 2 Minuten hell und schaumig rühren. Die Eigelbe zugeben und kurz unterrühren.
  2. Trockene Zutaten mischen: Mehl, gemahlene Mandeln und Backpulver in einer separaten Schüssel vermischen. Nach und nach zur Butter-Zucker-Masse geben und nur so lange rühren, bis ein glatter Teig entsteht. Der Teig sollte sich zu einer Kugel formen lassen, ohne zu kleben.
  3. Teig kühlen: Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde (oder über Nacht) in den Kühlschrank legen.
  4. Backofen vorheizen: 15 Minuten vor dem Backen den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  5. Teig ausrollen: Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 5 Minuten bei Raumtemperatur etwas weicher werden lassen. Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig gleichmäßig etwa 4-5 mm dick ausrollen. Mit der größeren Ausstechform Plätzchen ausstechen – für jedes fertige Plätzchen braucht man zwei Teile: eins mit Loch und eins ohne.
  6. Gucklöcher stechen: Bei der Hälfte der ausgestochenen Plätzchen mit der kleinen Form (Stern, Herz oder Kreis) ein Loch in die Mitte stechen. Die Plätzchen mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Backbleche setzen.
  7. Backen: Die Plätzchen im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 10-12 Minuten backen, bis die Ränder ganz leicht goldbraun sind. Die Mitte sollte noch hell sein.
  8. Abkühlen lassen: Die Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
  9. Füllen und Bestäuben: Die Plätzchen mit dem Guckloch großzügig mit Puderzucker bestäuben. Auf die Plätzchen ohne Loch einen halben Teelöffel Himbeermarmelade streichen. Die bestäubten Deckel vorsichtig darauf setzen und leicht andrücken.

Notes

Der Teig darf nicht zu warm werden – bei Bedarf zwischendurch kühlen. Nicht zu viel Marmelade verwenden (ein halber Teelöffel reicht). Die Plätzchen vor dem Füllen komplett auskühlen lassen. Für eine glutenfreie Variante Weizenmehl durch glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Für eine vegane Version Butter durch vegane Backmargarine und Eigelbe durch je 1 EL kaltes Wasser mit etwas Leinsamenmehl ersetzen.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Plätzchen
  • Calories: 110
  • Sugar: 5
  • Sodium: 30
  • Fat: 7
  • Saturated Fat: 3.5
  • Carbohydrates: 10
  • Fiber: 1
  • Protein: 2

Keywords: Linzer Plätzchen, Himbeer-Linzer, Weihnachtsplätzchen, Mürbeteig, Himbeermarmelade, Weihnachtsbäckerei, einfaches Rezept

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