Written by

Betty Campbell

Published

Leichte Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre: Bestes Plätzchenrezept

Ready In 90 Minuten
Servings 30 Stück
Difficulty Medium

„Warum kannst du nicht einfach die Hälfte des Zuckers weglassen und Mandelmehl statt Weizenmehl nehmen?“, fragte meine Freundin Lena, während sie mir über die Schulter in die Rührschüssel linste. Ich begann, eine Erklärung zu formulieren, warum das bei einem klassischen Spitzbubenrezept niemals funktionieren würde – die Konsistenz, das Auge, die Tradition. Dann hielt ich inne. Vielleicht lag es an ihrem zuversichtlichen Blick oder einfach daran, dass ich keine gute Ausrede parat hatte. „Weißt du was? Versuchen wir es.“

Ehrlich gesagt, ich hatte mit einer klebrigen Katastrophe gerechnet. Stattdessen passierte etwas Erstaunliches: Der Teig ließ sich wunderbar ausrollen, die Plätzchen behielten ihre Form, und nach dem Backen waren sie – ich kann es kaum glauben – sogar noch zarter und buttriger als das Original. Ich stand da, die Hände voller Mehl, und musste zugeben: Diesmal hatte die „Schülerin“ der „Lehrerin“ etwas beigebracht. Seitdem backe ich Leichte Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre nur noch nach dieser Version. Es ist dieses Rezept, das mir jedes Jahr aufs Neue zeigt, dass weniger manchmal wirklich mehr ist – weniger Zucker, weniger weißes Mehl, aber mehr von dem, worauf es ankommt.

Vielleicht kennen Sie das Gefühl, wenn man ein Familienrezept nicht antasten möchte, weil es einfach perfekt ist? Genau so ging es mir. Aber manchmal braucht es einen kleinen Schubs von außen – und einen unkonventionellen Vorschlag – um etwas noch Besseres zu schaffen. Diese Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre sind nicht nur leichter, sie schmecken auch irgendwie echter. Die fruchtige Säure der Johannisbeeren harmoniert so schön mit dem mürben Teig, dass ich mich frage, warum ich nicht früher darauf gekommen bin. Lenas Idee war es, die mich aus meiner kulinarischen Komfortzone geholt hat – und dafür bin ich jedes Jahr aufs Neue dankbar.

Warum Sie dieses Rezept lieben werden

Lassen Sie mich Ihnen sagen, warum dieses Rezept für Leichte Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre bei mir und allen, die es probiert haben, zur absoluten Weihnachtsliebling geworden ist. Es vereint alles, was man sich von einem Plätzchen wünscht, ohne das schlechte Gewissen hinterher.

  • Leichter und bekömmlicher: Durch die Reduzierung des Zuckers und den Einsatz von Mandelmehl sind diese Spitzbuben deutlich leichter als das Original. Sie schmecken nicht übersüßt, sondern lassen die Fruchtigkeit der Johannisbeerkonfitüre richtig zur Geltung kommen. Perfekt für alle, die auf ihre Ernährung achten, aber nicht auf Genuss verzichten wollen.
  • Einfache Zutaten, die Sie vielleicht schon haben: Keine exotischen Superfoods oder komplizierten Spezialitäten. Sie brauchen nur ein paar Grundzutaten, die in jeder gut sortierten Küche zu finden sind. Mandelmehl bekommen Sie mittlerweile in fast jedem Supermarkt – oder Sie mahlen einfach selbst Mandeln.
  • Perfekt für die Adventszeit und darüber hinaus: Ob für den gemütlichen Nachmittag mit der Familie, als Mitbringsel zur Weihnachtsfeier oder einfach zum Naschen zwischendurch – diese Plätzchen passen zu jeder Gelegenheit. Sie sehen auf jedem Plätzchenteller einfach wunderschön aus.
  • Garantiert ein Publikumsliebling: Ich habe diese Spitzbuben schon auf so vielen Weihnachtsfeiern mitgebracht, und jedes Mal werde ich nach dem Rezept gefragt. Kinder lieben die süß-saure Kombination, und Erwachsene schätzen die leichtere Variante. Sie verschwinden einfach immer als Erstes vom Teller.
  • Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus dem buttrigen, zarten Mürbteig und der fruchtigen, leicht säuerlichen Johannisbeerkonfitüre ist einfach himmlisch. Der erste Biss – dieser Moment, wenn der Teig auf der Zunge zergeht und die Fruchtigkeit nachkommt – ist jedes Mal aufs Neue ein kleines Glückserlebnis.

Was dieses Rezept von anderen Spitzbuben-Rezepten unterscheidet? Es ist die perfekte Balance zwischen Genuss und Leichtigkeit. Ich habe unzählige Versionen ausprobiert – mit weniger Fett, mit anderen Mehlsorten, mit verschiedenen Süßungsmitteln. Aber dieses Rezept hat den Punkt gefunden, an dem der Teig genau richtig ist: mürbe, aber nicht bröselig, süß, aber nicht aufdringlich. Der Trick liegt in der Kombination aus Dinkelmehl und Mandelmehl, die dem Teig eine wunderbare Textur verleiht, und der Reduzierung des Zuckers, die die Johannisbeerkonfitüre richtig strahlen lässt. Es ist nicht nur eine weitere Version – es ist die beste Version, die ich kenne.

Ehrlich, dieses Rezept ist wie eine warme Umarmung an einem kalten Wintertag. Es ist Komfortessen, das sich leicht anfühlt – gesünder, aber mit derselben seelenwärmenden Zufriedenheit. Perfekt, um Gäste zu beeindrucken, ohne stundenlang in der Küche zu stehen, oder um einen einfachen Nachmittag in etwas Besonderes zu verwandeln.

Welche Zutaten Sie brauchen

Für diese Leichten Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre verwenden wir einfache, aber sorgfältig ausgewählte Zutaten. Jede Komponente spielt ihre Rolle, um den perfekten, mürben Teig und die harmonische Füllung zu kreieren. Lassen Sie mich Ihnen zeigen, was in den Einkaufskorb kommt.

Für den Teig:

  • 200 g Dinkelmehl (Type 630) – Dinkelmehl verleiht den Plätzchen einen leicht nussigen Geschmack und ist bekömmlicher als Weizenmehl. Ich bevorzuge die Type 630, da sie fein genug ist, aber noch genug Ballaststoffe enthält.
  • 100 g Mandelmehl – Hier liegt das Geheimnis für die Zartheit! Mandelmehl macht den Teig butterweich und sorgt für eine wunderbare Textur. Achten Sie darauf, dass es wirklich Mandelmehl und nicht gemahlene Mandeln sind – der Unterschied ist fein, aber wichtig für die Konsistenz. Ich kaufe mein Mandelmehl gerne von der Marke „Bio-Zentrale“ oder mahle es selbst aus blanchierten Mandeln.
  • 100 g kalte Butter – Die Butter muss wirklich kalt sein, das ist entscheidend für einen mürben Teig. Ich verwende ungesalzene Butter, um die Süße besser kontrollieren zu können. Für eine vegane Variante können Sie auch hochwertige Margarine verwenden, aber der Geschmack wird etwas anders sein.
  • 60 g Puderzucker – Puderzucker löst sich besser im Teig auf als normaler Zucker und sorgt für eine feinere Textur. Ich habe die Menge im Vergleich zu klassischen Rezepten reduziert – die Süße kommt hier mehr von der Konfitüre.
  • 1 Ei (Größe M) – Das Ei bindet den Teig und gibt ihm Struktur. Nehmen Sie ein Ei aus Freilandhaltung, das macht geschmacklich tatsächlich einen kleinen Unterschied. Wenn Sie vegan backen möchten, können Sie das Ei durch 2 Esslöffel kaltes Wasser ersetzen, aber der Teig wird dann etwas bröseliger.
  • 1 Prise Salz – Klingt unscheinbar, aber Salz ist der heimliche Held in süßen Backwaren. Es hebt alle Aromen hervor und balanciert die Süße aus.
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt – Verwenden Sie echten Vanilleextrakt, kein Vanillinzucker. Der Unterschied ist enorm. Ein guter Extrakt von „Nielsen-Massey“ oder „Dr. Oetker“ ist eine lohnende Investition.

Für die Füllung und Dekoration:

  • 200 g Johannisbeerkonfitüre – Die Königin dieses Rezepts! Johannisbeerkonfitüre hat eine wunderbare Säure, die perfekt mit dem süßen Teig kontrastiert. Achten Sie darauf, eine Konfitüre mit Stücken zu nehmen – die geben später ein schöneres Mundgefühl. Ich liebe die Konfitüre von „Schwartau“ oder „Bon Maman“, aber selbstgemachte ist natürlich am besten. Im Sommer koche ich oft einen großen Vorrat ein.
  • Puderzucker zum Bestäuben – Für den letzten Schliff. Ein Hauch von weißem Puderzucker auf den dunklen Johannisbeerspitzen sieht einfach traumhaft aus.

Substitutionshinweise: Sie können das Dinkelmehl 1:1 durch Weizenmehl Type 405 ersetzen, wenn Sie kein Dinkelmehl zur Hand haben. Das Mandelmehl lässt sich durch Haselnussmehl ersetzen – das gibt einen noch nussigeren Geschmack. Für eine glutenfreie Version verwenden Sie eine glutenfreie Mehlmischung und ersetzen das Dinkelmehl komplett. Die Konsistenz wird dann etwas anders, aber immer noch lecker. Achten Sie bei der Konfitüre darauf, dass sie nicht zu flüssig ist, sonst läuft sie beim Backen aus. Wenn Sie nur sehr flüssige Marmelade haben, kochen Sie sie kurz mit etwas Speisestärke ein.

Benötigte Küchengeräte

Bevor wir loslegen, lassen Sie mich Ihnen sagen, welche Werkzeuge Ihnen das Leben leichter machen. Sie brauchen keine Profi-Ausstattung, aber ein paar Dinge sind wirklich hilfreich.

  • Eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät: Für den Mürbteig ist das fast ein Muss. Sie können den Teig zwar auch von Hand kneten, aber die Maschine sorgt dafür, dass die Butter nicht zu warm wird. Ich benutze meine alte KitchenAid, aber ein einfaches Handrührgerät mit Knethaken tut es auch.
  • Ein Nudelholz: Ein gutes Nudelholz ist Gold wert. Ich habe ein schweres, aus Holz, das gleichmäßig rollt. Wenn Sie keins haben, tut es auch eine saubere Glasflasche – habe ich selbst schon gemacht!
  • Ausstechformen: Sie brauchen zwei Größen: eine große für die Basis (rund, etwa 5 cm Durchmesser) und eine kleine für das „Guckloch“ (etwa 2 cm). Ich habe ein Set mit verschiedenen Motiven – Herzen, Sterne, Blumen – aber klassische runde Formen sehen am schönsten aus.
  • Backpapier: Unverzichtbar, damit nichts kleben bleibt. Investieren Sie in gutes, beschichtetes Backpapier – das spart Ärger.
  • Ein Backblech: Am besten zwei, dann können Sie im Wechsel backen und die Plätzchen auf dem einen Blech auskühlen lassen, während das andere im Ofen ist.
  • Ein Kuchengitter: Zum Auskühlen der Plätzchen. Wenn Sie keins haben, können Sie die Plätzchen auch auf einem sauberen Geschirrtuch auskühlen lassen, aber das Gitter ist besser für die Luftzirkulation.
  • Ein kleiner Spatel oder ein Teelöffel: Zum Auftragen der Konfitüre. Ein kleiner, flexibler Spatel ist ideal – ich habe einen von „WMF“, der schon viele Jahre treue Dienste leistet.

Ein Tipp von mir: Halten Sie sich immer ein zweites Backblech bereit, während das erste im Ofen ist. So können Sie die nächste Ladung schon vorbereiten, ohne zu warten. Und wenn Sie keine Ausstechformen für das Guckloch haben? Ein Schnapsglas oder die Rückseite einer großen Spritztülle tun es auch – ich habe das schon oft gemacht, als ich meine kleinen Formen nicht finden konnte!

Zubereitung Schritt für Schritt

Leichte Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre preparation steps

Jetzt geht es ans Eingemachte – oder besser gesagt, an die Spitzbuben! Ich führe Sie durch jeden Schritt, damit garantiert alles gelingt. Versprochen, es ist einfacher, als Sie denken.

  1. Den Teig vorbereiten (20 Minuten + 1 Stunde Kühlzeit)
    Geben Sie das Dinkelmehl, das Mandelmehl, den Puderzucker und die Prise Salz in eine große Schüssel. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und dazugeben. Jetzt kommt der Vanilleextrakt und das Ei dazu. Mit den Knethaken der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät alles zu einem glatten Teig verkneten. Achtung: Nicht zu lange kneten! Sobald sich der Teig zu einer Kugel formt, ist Schluss. Sonst wird er zäh. Der Teig wird anfangs etwas bröselig aussehen, aber keine Sorge – das ist normal. Formen Sie ihn mit den Händen zu einer flachen Scheibe, wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie und legen Sie ihn für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank. Dieser Schritt ist wichtig, damit der Teig später nicht klebt und sich gut ausrollen lässt. Ich habe einmal versucht, Zeit zu sparen und den Teig nur 20 Minuten zu kühlen – das Ergebnis war eine klebrige Katastrophe. Lernen Sie aus meinem Fehler!
  2. Den Ofen vorheizen und die Arbeitsfläche vorbereiten (10 Minuten)
    Heizen Sie den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vor. Legen Sie zwei Backbleche mit Backpapier aus. Bestäuben Sie Ihre Arbeitsfläche leicht mit Dinkelmehl – aber wirklich nur leicht, sonst wird der Teig trocken. Nehmen Sie den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank und lassen Sie ihn etwa 5 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit er etwas weicher wird.
  3. Den Teig ausrollen und ausstechen (20 Minuten)
    Rollen Sie den Teig auf der bemehlten Fläche gleichmäßig etwa 4-5 mm dick aus. Drehen Sie das Nudelholz immer wieder, damit der Teig nicht klebt. Wenn er doch klebt, bestäuben Sie ihn ganz leicht mit Mehl. Jetzt kommen die Ausstechformen zum Einsatz! Stechen Sie mit der großen Form so viele Kreise wie möglich aus dem Teig aus. Übrig gebliebene Teigreste sammeln Sie, kneten sie kurz durch und rollen sie erneut aus. Wiederholen Sie das, bis der gesamte Teig verbraucht ist. Bei der Hälfte der Kreise stechen Sie mit der kleinen Form ein Loch in die Mitte – das wird später das „Guckloch“ für die Konfitüre. Legen Sie alle Kreise vorsichtig auf die vorbereiteten Backbleche. Lassen Sie etwas Abstand zwischen den Plätzchen, sie gehen kaum auf, aber etwas Platz ist gut.
  4. Backen (10-12 Minuten pro Blech)
    Schieben Sie ein Blech in den vorgeheizten Ofen und backen Sie die Plätzchen 10-12 Minuten, bis sie an den Rändern ganz leicht goldbraun sind. Die Mitte sollte hell bleiben – sie werden nach dem Backen noch etwas nachhärten. Ich backe immer nur ein Blech auf einmal, damit die Hitze gleichmäßig ist. Während das erste Blech backt, bereite ich schon das zweite vor. Nach dem Backen die Plätzchen für 2 Minuten auf dem Blech lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen. Geduld! Wenn Sie sie zu früh anfassen, brechen sie auseinander. Ich habe schon so manches Plätzchen ruiniert, weil ich es nicht abwarten konnte.
  5. Die Spitzbuben zusammensetzen (15 Minuten)
    Sobald alle Plätzchen vollständig ausgekühlt sind, ist es Zeit für den schönsten Teil. Nehmen Sie die Johannisbeerkonfitüre und rühren Sie sie kurz um, damit sie geschmeidig wird. Bestreichen Sie die Unterseite der Plätzchen ohne Loch (die „Basis“) mit einem dünnen, aber großzügigen Klecks Konfitüre – etwa einen halben Teelöffel. Achten Sie darauf, nicht zu viel zu nehmen, sonst quillt die Konfitüre später an den Seiten heraus. Legen Sie dann ein Plätzchen mit Loch (das „Deckelchen“) darauf und drücken Sie es ganz leicht an. Die Konfitüre sollte durch das Loch hindurchschimmern – das sieht so hübsch aus! Wiederholen Sie das mit allen Plätzchen.
  6. Dekorieren und genießen
    Bestäuben Sie die fertigen Spitzbuben mit einem feinen Hauch Puderzucker. Ein feines Sieb ist hier Ihr bester Freund – geben Sie den Puderzucker hinein und klopfen Sie leicht dagegen, damit er sich gleichmäßig verteilt. Der Kontrast zwischen dem weißen Puderzucker und der dunkelroten Johannisbeerkonfitüre ist einfach wunderschön. Lassen Sie die Spitzbuben vor dem Servieren noch etwa 30 Minuten ruhen, damit die Konfitüre die Plätzchen etwas durchweichen kann. Das macht sie noch zarter im Biss.

Kochtipps und Techniken

Im Laufe der Jahre habe ich einiges gelernt – oft durch Versuch und Irrtum. Lassen Sie mich meine besten Tipps mit Ihnen teilen, damit Ihre Leichten Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre jedes Mal perfekt werden.

Der Teig darf nicht warm werden. Das ist die wichtigste Regel für Mürbeteig. Wenn Ihre Hände warm sind, kneten Sie den Teig möglichst kurz. Wenn die Küche im Sommer heiß ist, legen Sie die Schüssel mit dem Teig für 10 Minuten in den Kühlschrank, bevor Sie ihn ausrollen. Ich habe einmal im Hochsommer gebacken und der Teig wurde so weich, dass ich ihn kaum ausrollen konnte – seitdem achte ich penibel auf die Temperatur.

Gleichmäßig ausrollen ist der Schlüssel. Wenn der Teig an manchen Stellen dicker ist als an anderen, backen die Plätzchen ungleichmäßig. Ich verwende gerne zwei gleich dicke Holzleisten, die ich links und rechts neben den Teig lege, und rolle das Nudelholz darüber. So wird der Teig automatisch gleichmäßig dick. Ein einfacher Trick, der einen großen Unterschied macht.

Nicht zu viel Mehl verwenden. Ja, Sie müssen die Arbeitsfläche bestäuben, aber übertreiben Sie es nicht. Zu viel Mehl macht den Teig trocken und bröselig. Wenn der Teig klebt, legen Sie ihn für 5 Minuten zurück in den Kühlschrank, statt mehr Mehl zu verwenden. Das habe ich von einer Bäckerin gelernt, und es funktioniert wirklich.

Die Konfitüre nicht zu dick auftragen. Das ist ein Anfängerfehler, den ich selbst gemacht habe. Wenn Sie zu viel Konfitüre nehmen, läuft sie beim Zusammendrücken an den Seiten heraus und macht eine klebrige Sauerei. Ein dünner, gleichmäßiger Klecks reicht völlig. Die Spitzbuben sollen schließlich nach Teig schmecken, nicht nur nach Marmelade.

Multitasking ist alles. Während der Teig im Kühlschrank ruht, können Sie schon die Konfitüre bereitstellen und den Puderzucker ins Sieb füllen. Während ein Blech backt, stechen Sie schon die nächste Runde aus. So geht alles viel schneller und Sie haben am Ende nicht das Gefühl, den ganzen Tag in der Küche gestanden zu haben.

Ein kleiner Fail, der mir passiert ist: Ich habe einmal vergessen, die kleine Form für die Löcher zu verwenden, und hatte am Ende nur Basisteile. Aus der Not heraus habe ich einfach zwei Basisteile mit Konfitüre zusammengeklebt – und siehe da, es schmeckte genauso gut! Sie sahen nur etwas komisch aus. Seitdem mache ich mir keinen Stress mehr, wenn mal ein Plätzchen ohne Loch bleibt. Not macht erfinderisch, und manchmal entstehen so die besten Geschichten.

Variationen und Anpassungen

Dieses Grundrezept für Leichte Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre ist wunderbar wandelbar. Hier sind ein paar Ideen, wie Sie es nach Ihrem Geschmack anpassen können.

  • Andere Konfitüren: Johannisbeeren sind mein Favorit, aber Sie können jede andere Konfitüre verwenden, die Sie mögen. Himbeere, Aprikose oder Erdbeere sind klassische Alternativen. Im Sommer habe ich einmal frische Feigenmarmelade verwendet – das war ein Gedicht! Achten Sie nur darauf, dass die Konfitüre nicht zu flüssig ist. Pflaumenmus oder Quittenbrot sind auch tolle, etwas festere Optionen.
  • Schokoladenvariante: Für alle Schokoholics unter uns: Tauschen Sie 20 g des Dinkelmehls gegen 20 g ungesüßtes Kakaopulver aus. Der Teig bekommt eine wunderbare schokoladige Note, die perfekt mit der Johannisbeerkonfitüre harmoniert. Meine Nichte liebt diese Version und nennt sie „Schoko-Spitzbuben“.
  • Vegane Version: Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine (achten Sie auf einen hohen Fettgehalt) und das Ei durch 2 Esslöffel kaltes Wasser oder einen Esslöffel Leinsamenmehl gemischt mit 3 Esslöffeln Wasser. Der Teig wird etwas bröseliger, aber mit Geduld beim Ausrollen funktioniert es. Ich habe diese Version für eine Freundin entwickelt, die sich vegan ernährt, und sie war begeistert.
  • Gewürz-Spitzbuben: Geben Sie eine Prise Zimt, Kardamom oder Lebkuchengewürz in den Teig. Das passt besonders gut in der Weihnachtszeit und verleiht den Plätzchen eine warme, würzige Note. Ich experimentiere gerne mit verschiedenen Gewürzmischungen – eine Prise gemahlener Ingwer gibt eine leichte Schärfe, die überraschend gut schmeckt.
  • Glutenfreie Option: Ersetzen Sie das Dinkelmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung und das Mandelmehl bleibt, wie es ist. Die Konsistenz wird etwas krümeliger, aber mit einem zusätzlichen Esslöffel kalter Butter wird der Teig geschmeidiger. Ich habe das für einen Freund mit Zöliakie ausprobiert und es hat super funktioniert.

Meine persönliche Lieblingsvariation? Im Herbst verwende ich selbstgemachte Hagebuttenmarmelade – die Säure der Hagebutten passt perfekt zu dem süßen, nussigen Teig. Es ist ein bisschen aufwendiger, aber der Geschmack ist einfach unbeschreiblich. Probieren Sie es aus, wenn Sie Hagebutten in der Nähe haben!

Tipps zum Servieren und Aufbewahren

Sie haben Ihre Leichten Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre gebacken – und jetzt? Hier ist, wie Sie sie am besten genießen und aufbewahren.

Servieren: Spitzbuben schmecken am besten bei Zimmertemperatur. Nehmen Sie sie etwa 30 Minuten vor dem Servieren aus der Dose. Sie sind der Star auf jedem Plätzchenteller – ihr hübsches Aussehen mit dem roten Guckloch und dem weißen Puderzucker macht einfach etwas her. Dazu passt eine Tasse Kaffee, ein Glas Milch oder, in der Weihnachtszeit, ein Glühwein oder Punsch. Ich serviere sie gerne auf einer schönen Platte mit anderen Plätzchen – aber ehrlich, sie werden meistens als Erstes gegriffen.

Aufbewahrung: Bewahren Sie die Spitzbuben in einer gut schließenden Keksdose auf. Zwischen die Schichten können Sie etwas Backpapier legen, damit sie nicht aneinanderkleben. So halten sie sich bei Zimmertemperatur etwa 2-3 Wochen – wenn sie nicht vorher aufgegessen werden! Wichtig: Lagern Sie sie nicht im Kühlschrank, da werden sie nur trocken. Ein kühler, dunkler Ort ist ideal.

Einfrieren: Sie können die ungefüllten und unbestäubten Plätzchen problemlos einfrieren. Legen Sie sie dafür in einen Gefrierbeutel oder eine Dose und frieren Sie sie bis zu 3 Monate ein. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur auf ein Kuchengitter legen – nach etwa 2 Stunden sind sie fertig. Dann erst mit Konfitüre füllen und mit Puderzucker bestäuben. So haben Sie immer frische Spitzbuben parat, wenn unerwartet Besuch kommt. Ich mache das jedes Jahr im November – ich backe eine große Menge, friere die Hälfte ein und habe dann bis Weihnachten immer frische Plätzchen, ohne noch einmal backen zu müssen.

Reheating: Spitzbuben müssen nicht aufgewärmt werden, aber wenn Sie sie etwas weicher mögen, können Sie sie für 2-3 Minuten in den auf 150°C vorgeheizten Ofen legen. Das macht den Teig wieder etwas zarter. Aber Vorsicht: Nicht zu lange, sonst werden sie trocken.

Übrigens: Mit der Zeit werden die Spitzbuben durch die Konfitüre etwas weicher – das ist kein Fehler, sondern genau das, was viele an ihnen lieben. Nach 2-3 Tagen in der Dose sind sie oft am besten, wenn der Teig die Fruchtigkeit der Johannisbeeren aufgenommen hat. Die Aromen verbinden sich und werden intensiver. Ich finde, sie schmecken am dritten Tag sogar noch besser als am ersten!

Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile

Ich möchte Ihnen nicht vormachen, dass Plätzchen ein Diätessen sind, aber diese Leichten Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre sind definitiv eine freundlichere Wahl als viele andere Weihnachtsleckereien. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei 30 Plätzchen):

  • Kalorien: ca. 85 kcal
  • Fett: ca. 5 g (davon gesättigte Fettsäuren: 2,5 g)
  • Kohlenhydrate: ca. 9 g (davon Zucker: 4 g)
  • Ballaststoffe: ca. 1 g
  • Eiweiß: ca. 2 g

Im Vergleich zu klassischen Spitzbuben haben diese hier etwa 30% weniger Zucker und Kalorien – und das, ohne dass Sie auf Genuss verzichten müssen. Das liegt vor allem an der Reduzierung des Zuckers und dem Einsatz von Mandelmehl.

Gesundheitliche Vorteile der Zutaten: Mandeln sind reich an Vitamin E, Magnesium und gesunden Fetten, die gut für Herz und Haut sind. Dinkelmehl enthält mehr Proteine und Ballaststoffe als herkömmliches Weizenmehl und ist oft bekömmlicher. Johannisbeeren sind wahre Vitamin-C-Bomben – sie enthalten sogar mehr Vitamin C als Orangen! Die Kombination macht diese Plätzchen zu einem kleinen Genuss, der auch noch ein bisschen Gutes für Ihren Körper tut.

Allergenhinweis: Dieses Rezept enthält Gluten (im Dinkelmehl), Milchprodukte (Butter), Eier und Nüsse (Mandelmehl). Für Allergiker gibt es die oben genannten Substitutionsmöglichkeiten. Achten Sie bei gekauftem Mandelmehl darauf, dass es in einer allergenfreien Umgebung hergestellt wurde, wenn Sie betroffen sind.

Ich sehe das so: Ja, es sind Plätzchen, und ja, sie haben Kalorien. Aber sie sind aus guten, natürlichen Zutaten gemacht, und sie machen glücklich. Und manchmal ist genau das das Gesündeste, was wir uns gönnen können. Ein Plätzchen mit einer Tasse Tee, ein Moment der Ruhe – das ist Seelenfutter im besten Sinne.

Fazit

Diese Leichten Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre sind für mich der Beweis, dass man manchmal einfach loslassen und Neues ausprobieren muss. Lenas Vorschlag, den Zucker zu reduzieren und Mandelmehl zu verwenden, hat aus einem guten Rezept ein großartiges gemacht. Sie sind leichter, zarter und irgendwie ehrlicher als das Original – und sie schmecken genau danach.

Ich liebe es, wie die fruchtige Säure der Johannisbeeren mit dem nussigen, buttrigen Teig spielt. Ich liebe es, wie einfach sie zuzubereiten sind, und ich liebe es, wie sie auf dem Teller aussehen – diese kleinen Kunstwerke mit ihrem roten Herz in der Mitte. Aber am meisten liebe ich das Gefühl, wenn ich sie verschenke und die Leute sagen: „Die sind ja so leicht!“ und dann noch eines nehmen.

Probieren Sie es aus! Passen Sie das Rezept an Ihre Vorlieben an – tauschen Sie die Konfitüre, fügen Sie Gewürze hinzu, machen Sie Ihre eigene Version daraus. Das Schöne am Backen ist doch, dass man nie auslernt und immer wieder Neues entdecken kann. Vielleicht haben Sie ja auch eine Idee, die das Rezept noch besser macht – ich bin gespannt!

Haben Sie die Spitzbuben gebacken? Wie sind sie geworden? Welche Variation haben Sie ausprobiert? Ich freue mich riesig über Ihre Kommentare und Erfahrungen. Teilen Sie Ihre Kreationen gerne auf Pinterest oder Instagram – und vergessen Sie nicht, mich zu markieren, damit ich sie sehen kann. Bis zum nächsten Mal, und denken Sie daran: Beim Backen sind die besten Momente oft die, die nicht nach Plan laufen!

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?

Ja, absolut! Der Teig kann problemlos einen Tag im Voraus zubereitet werden. Wickeln Sie ihn gut in Frischhaltefolie und bewahren Sie ihn im Kühlschrank auf. Lassen Sie ihn vor dem Ausrollen etwa 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit er etwas weicher wird. Der Teig schmeckt sogar noch besser, wenn er durchgezogen ist.

Warum werden meine Spitzbuben nach dem Backen hart?

Das kann mehrere Gründe haben: Der Teig wurde zu lange geknetet, zu viel Mehl beim Ausrollen verwendet oder die Backzeit war zu lang. Achten Sie darauf, den Teig nur so lange zu kneten, bis er sich gerade zusammenfügt, und backen Sie die Plätzchen nicht zu braun. Sie sollten an den Rändern nur ganz leicht goldbraun sein. Auch zu wenig Fett kann der Grund sein – halten Sie sich genau an die Mengenangaben.

Kann ich statt Johannisbeerkonfitüre auch andere Marmeladen verwenden?

Ja, auf jeden Fall! Himbeere, Aprikose, Erdbeere oder Preiselbeere sind tolle Alternativen

Pin This Recipe!

Leichte Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre recipe

Print

Leichte Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre

Diese leichteren Spitzbuben mit Johannisbeerkonfitüre sind zart, buttrig und fruchtig – perfekt für die Adventszeit. Mit weniger Zucker und Mandelmehl werden sie zu einem bekömmlichen Genuss.

  • Author: Anna
  • Prep Time: 20 Minuten
  • Cook Time: 12 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 32 Minuten (inkl. Kühlzeit)
  • Yield: 30 Stück 1x
  • Category: Dessert
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 200 g Dinkelmehl (Type 630) (ca. 1 1/2 Tassen)
  • 100 g Mandelmehl (ca. 1 Tasse)
  • 100 g kalte Butter (ca. 7 Esslöffel)
  • 60 g Puderzucker (ca. 1/2 Tasse)
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt
  • 200 g Johannisbeerkonfitüre (ca. 2/3 Tasse)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Instructions

  1. Den Teig vorbereiten: Dinkelmehl, Mandelmehl, Puderzucker und Salz in eine Schüssel geben. Kalte Butter in kleine Würfel schneiden und dazugeben. Vanilleextrakt und Ei hinzufügen. Mit den Knethaken einer Küchenmaschine oder einem Handrührgerät zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten. Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  2. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Arbeitsfläche leicht mit Dinkelmehl bestäuben. Den gekühlten Teig etwa 5 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
  3. Den Teig auf der bemehlten Fläche gleichmäßig etwa 4-5 mm dick ausrollen. Mit einer großen Ausstechform (ca. 5 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Bei der Hälfte der Kreise mit einer kleinen Form (ca. 2 cm) ein Loch in die Mitte stechen. Die Kreise auf die Backbleche legen.
  4. Die Plätzchen 10-12 Minuten backen, bis sie an den Rändern leicht goldbraun sind. Nach dem Backen 2 Minuten auf dem Blech lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
  5. Die Johannisbeerkonfitüre kurz umrühren. Die Unterseite der Plätzchen ohne Loch mit einem dünnen Klecks Konfitüre bestreichen. Ein Plätzchen mit Loch darauflegen und leicht andrücken.
  6. Die fertigen Spitzbuben mit Puderzucker bestäuben. Vor dem Servieren etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Notes

Der Teig darf nicht warm werden – bei warmen Händen kurz kneten. Gleichmäßig ausrollen, am besten mit Holzleisten als Führung. Nicht zu viel Mehl verwenden; bei klebrigem Teig lieber kurz kühlen. Konfitüre nicht zu dick auftragen, damit sie nicht ausläuft. Die Spitzbuben schmecken nach 2-3 Tagen in der Dose am besten, wenn die Aromen durchgezogen sind.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Spitzbube
  • Calories: 85
  • Sugar: 4
  • Sodium: 20
  • Fat: 5
  • Saturated Fat: 2.5
  • Carbohydrates: 9
  • Fiber: 1
  • Protein: 2

Keywords: Spitzbuben, Johannisbeerkonfitüre, leichte Plätzchen, Weihnachtsplätzchen, Mandelmehl, Dinkelmehl, zuckerreduziert

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

You might also love these recipes

Leave a Comment

Recipe rating ★☆ ★☆ ★☆ ★☆ ★☆