Es gab einmal ein kleines Café in der Seitenstraße hinter dem Hauptmarkt in Heidelberg, das „Krümel & Zeit“ hieß. Es roch dort immer nach Butter, Zimt und vergilbten Buchseiten, und sie machten die fluffigsten Zimtschnecken, die ich je gegessen hatte. Als das Café vor zwei Jahren schloss – der Inhaber zog nach Portugal, wie mir die Bäckerin unter Tränen erzählte – war ich am Boden zerstört. Ich schwöre, ich habe danach drei Monate lang kein Gebäck mehr angerührt, so sehr habe ich diese Schnecken vermisst. Nach etwa zwölf Versuchen – der erste war eine klebrige Katastrophe, der fünfte schmeckte nach Hefe und Verzweiflung – habe ich es endlich geknackt. Diese herbstlichen Zimtschnecken über Nacht, ohne Kneten, sind mein Sieg über den Verlust. Sie sind fluffiger als jede Erinnerung, und ehrlich? Sie sind sogar noch besser als das Original.
Letzte Woche stand ich um sechs Uhr morgens in der Küche, der Nebel hing noch über den Dächern, und ich holte den Teig aus dem Kühlschrank. Mein Nachbar klopfte an die Tür, weil der Duft von Zimt und braunem Zucker durch das Treppenhaus zog. „Backst du etwa die?“ fragte er, und ich wusste genau, welche er meinte. Wir haben dann zusammen Kaffee getrunken und die noch warmen Schnecken gegessen – er hat drei verdrückt, bevor er zur Arbeit musste. Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn ein Geruch dich sofort in eine andere Zeit katapultiert. Genau deshalb mache ich dieses Rezept immer wieder. Es ist nicht nur Gebäck, es ist ein Stück Herbst, das man in den Händen halten kann.
Warum du diese herbstlichen Zimtschnecken lieben wirst
Ich habe dieses Rezept so oft getestet, dass ich die Zutaten im Schlaf abwiegen könnte. Meine Schwiegermutter, eine gelernte Konditorin, hat es abgesegnet – und glaub mir, sie ist schwer zufrieden zu stellen. Was diese Schnecken so besonders macht, ist die Kombination aus einer No-Knead-Technik und der langen Kühlzeit über Nacht. Der Teig entwickelt dadurch ein Aroma, das an Brioche erinnert, ohne dass du stundenlang kneten musst.
- Kein Kneten nötig: Du rührst einfach alles zusammen, lässt den Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen, und am Morgen wartet ein Traum aus fluffigem Hefeteig auf dich. Perfekt für gemütliche Herbstmorgen.
- Einfache Zutaten: Mehl, Butter, Milch, Hefe und Zimt – das hast du garantiert im Haus. Keine ausgefallenen Supermarktbesuche nötig.
- Perfekt für den Herbst: Ob zum gemütlichen Sonntagsbrunch, zum Laternenfest oder einfach, weil die Blätter fallen – diese Schnecken passen zu jeder herbstlichen Gelegenheit.
- Garantiert fluffig: Die lange Ruhezeit macht den Teig unglaublich luftig. Ich habe noch nie so weiche Zimtschnecken gegessen, ehrlich.
- Ein echter Publikumsliebling: Jeder, der sie probiert, will das Rezept. Meine Kollegin hat sie letzte Woche auf der Arbeit verteilt, und ich hatte drei Anfragen, bevor der Kaffee kalt war.
Was diese Schnecken von anderen Rezepten unterscheidet, ist die spezielle Mischung aus braunem Zucker und einer Prise Kardamom in der Füllung. Das verleiht ihnen eine warme, fast würzige Tiefe, die perfekt zum Herbst passt. Und der Frischkäse-Frosting? Der ist nicht zu süß, sondern schön säuerlich, genau wie ich ihn liebe. Dieses Rezept ist nicht nur gut – es ist die Art von Gebäck, bei der du nach dem ersten Bissen die Augen schließt und kurz vergisst, wo du bist.
Welche Zutaten du brauchst
Dieses Rezept verwendet einfache, aber durchdachte Zutaten, um den besten Geschmack und die perfekte Textur zu erzielen. Ich habe alles so gewählt, dass es auch Anfängern gelingt – versprochen!
Für den Teig
- 500 g Weizenmehl (Type 550) – Ich verwende am liebsten Mehl von der Marke „Rosenmehl“ aus der Mühle um die Ecke, es gibt dem Teig eine schöne Elastizität. Du kannst auch normales Haushaltsmehl nehmen.
- 80 g Zucker – Feiner weißer Zucker, am besten Bio. Er sorgt für die richtige Süße und hilft der Hefe beim Arbeiten.
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) – Oder 21 g frische Hefe. Ich nehme fast immer Trockenhefe, weil sie unkomplizierter ist und im Vorratsschrank lange hält.
- 1 Prise Salz – Klingt banal, aber Salz verstärkt den Geschmack und verhindert, dass der Teig zu süß wird.
- 250 ml Milch, lauwarm – Vollmilch gibt den fluffigsten Teig. Wenn du magst, kannst du auch Hafermilch nehmen, aber dann wird er etwas kompakter.
- 80 g weiche Butter – Am besten ungesalzene Butter von guter Qualität. Ich schwöre auf die Butter von „Weihenstephan“, sie ist einfach cremiger.
- 2 Eier (Größe M) – Raumtemperatur! Das ist wichtig, sonst wird der Teig nicht so geschmeidig. Nimm die Eier einfach eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank.
Für die Füllung

- 100 g weiche Butter – Die Basis für die zimtige Schicht. Sie muss wirklich weich sein, damit sie sich gut verstreichen lässt.
- 150 g brauner Zucker – Der gibt der Füllung diese tolle Karamellnote. Ich nehme am liebsten „Mascobado“-Zucker, der ist besonders aromatisch.
- 3 EL Zimt – Ja, richtig gelesen, drei Esslöffel! Ich verwende Ceylon-Zimt, der ist milder und feiner im Geschmack. Für den Herbst darf es ruhig kräftig sein.
- 1 TL Kardamom, gemahlen – Das ist mein Geheimtipp. Eine Prise Kardamom harmoniert wunderbar mit dem Zimt und gibt der Füllung eine leicht exotische Note. (Wenn du keinen magst, lass ihn einfach weg.)
- Optional: 50 g gehackte Walnüsse – Für etwas Crunch. Ich gebe sie manchmal dazu, manchmal nicht – je nach Laune.
Für das Frosting
- 150 g Frischkäse – Doppelrahmstufe, am besten von „Philadelphia“ oder der Eigenmarke von Rewe. Er muss Zimmertemperatur haben, sonst wird das Frosting klumpig.
- 80 g Puderzucker – Gesiebt, damit keine Klümpchen entstehen.
- 2 EL Milch – Nur soviel, bis das Frosting geschmeidig ist. Manchmal reicht auch ein Esslöffel.
- 1 TL Vanilleextrakt – Selbst gemacht oder gekauft, beides funktioniert. Ich habe immer ein Fläschchen von „Nielsen-Massey“ im Schrank.
Für die herbstliche Note kannst du auch einen halben Teelöffel Pumpkin-Spice-Gewürz in die Füllung geben. Das habe ich letztes Jahr ausprobiert, und es war ein voller Erfolg!
Welche Küchengeräte du brauchst
Du brauchst keine Spezialausrüstung für diese Zimtschnecken, das ist das Schöne daran. Ich habe jahrelang mit einfachsten Mitteln gearbeitet, bevor ich mir eine Küchenmaschine zugelegt habe.
- Eine große Rührschüssel – Ich benutze eine aus Edelstahl, weil sie sich gut auskühlen lässt, aber Glas oder Keramik tun es auch.
- Ein Schneebesen oder Holzlöffel – Zum Verrühren des Teigs. Du wirst keine Küchenmaschine brauchen, versprochen!
- Ein Nudelholz – Ein einfaches Holz-Nudelholz reicht völlig. Ich habe meins von Ikea, es kostet keine fünf Euro.
- Eine rechteckige Auflaufform (ca. 30×20 cm) – Oder eine runde Springform. Ich nehme gern eine Keramikform, weil sie die Wärme gleichmäßig verteilt.
- Frischhaltefolie – Zum Abdecken des Teigs im Kühlschrank. Ein sauberes Geschirrtuch geht auch, aber Folie verhindert, dass der Teig austrocknet.
- Backpapier – Das erspart dir das Einfetten der Form und die lästige Reinigung hinterher.
Ein Tipp aus Erfahrung: Wenn du kein Nudelholz hast, nimm einfach eine saubere Glasflasche. Das habe ich in meiner Studentenzeit oft gemacht, und es funktioniert erstaunlich gut!
Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt kommt der spannende Teil. Ich habe die Schritte so detailliert wie möglich beschrieben, damit wirklich nichts schiefgehen kann. Nimm dir Zeit, genieße den Prozess – backen soll ja schließlich Spaß machen!
- Den Teig vorbereiten (abends, ca. 15 Minuten): In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Zucker, der Trockenhefe und dem Salz vermischen. Die lauwarme Milch, die weiche Butter und die Eier dazugeben. Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Alles mit einem Holzlöffel oder Schneebesen kräftig verrühren, bis ein klebriger, weicher Teig entsteht. Keine Sorge, er wird nicht glatt und elastisch wie ein klassischer Hefeteig – das soll er auch nicht. Er ist eher wie ein sehr dicker Pfannkuchenteig. Das ist völlig normal! Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 12 Stunden, maximal 24 Stunden, in den Kühlschrank stellen.
- Die Füllung zubereiten (am nächsten Morgen, ca. 5 Minuten): Am nächsten Morgen den Teig aus dem Kühlschrank holen. Er wird inzwischen schön aufgegangen sein und Blasen werfen – ein gutes Zeichen! In einer kleinen Schüssel die weiche Butter mit dem braunen Zucker, Zimt und Kardamom verrühren, bis eine streichfähige Paste entsteht. Wenn du Walnüsse verwendest, hacke sie jetzt und mische sie unter die Füllung.
- Den Teig ausrollen (ca. 10 Minuten): Eine Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig aus der Schüssel auf die bemehlte Fläche geben – er wird noch sehr klebrig sein, also bestäube auch deine Hände leicht mit Mehl. Mit einem Nudelholz zu einem Rechteck von etwa 40×30 cm ausrollen. Der Teig ist weich und nachgiebig, lass dich nicht entmutigen, wenn er nicht perfekt gerade wird. Meine erste Rolle sah aus wie eine Landkarte von Australien!
- Die Füllung verteilen (ca. 5 Minuten): Die Zimt-Butter-Paste gleichmäßig auf dem Teigrechteck verstreichen. Lass dabei einen Rand von etwa 2 cm an den Längsseiten frei, damit die Füllung beim Aufrollen nicht herausquillt. Ich benutze dafür einen Teigschaber, aber ein normaler Löffel funktioniert auch prima.
- Den Teig aufrollen (ca. 5 Minuten): Jetzt kommt der Moment, in dem ich immer kurz innehalte – das Aufrollen. Rolle den Teig von der langen Seite her fest, aber nicht zu fest, auf. Stell dir vor, du rollst einen Teppich zusammen. Die Rolle sollte gleichmäßig dick sein. Wenn sie an den Enden etwas dünner ist, drücke sie vorsichtig zurecht.
- Schnecken schneiden (ca. 5 Minuten): Die Rolle mit einem scharfen Messer in etwa 12 gleich dicke Scheiben schneiden. Mein Tipp: Tauche das Messer zwischendurch in heißes Wasser und wische es ab – das verhindert, dass der Teig kleben bleibt und die Schnecken ihre Form verlieren. Du kannst auch Zahnseide (ungeschmackt!) verwenden, das ist ein echter Profi-Trick. Lege die Schnecken mit etwas Abstand in die mit Backpapier ausgelegte Auflaufform.
- Zweite Gehzeit (ca. 30-45 Minuten): Die Form mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und die Schnecken bei Zimmertemperatur noch einmal gehen lassen. Sie sollten sichtbar an Volumen zunehmen und sich fast verdoppeln. Das dauert etwa 30 bis 45 Minuten, je nachdem, wie warm deine Küche ist. Ich stelle die Form gern in die Nähe der Heizung, wenn es draußen kalt ist.
- Backen (ca. 20-25 Minuten): Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Schnecken auf der mittleren Schiene etwa 20 bis 25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und verführerisch duften. Achtung: Jeder Ofen ist anders, also behalte sie im Auge. Wenn die Oberseite zu dunkel wird, decke sie in den letzten 5 Minuten mit Alufolie ab. Ich habe das einmal vergessen und meine Schnecken sahen aus wie kleine Kohlen – lerne aus meinen Fehlern!
- Das Frosting zubereiten (während des Backens, ca. 5 Minuten): In einer Schüssel den Frischkäse mit dem Puderzucker und dem Vanilleextrakt glatt rühren. Die Milch nach und nach dazugeben, bis das Frosting eine geschmeidige, aber nicht zu flüssige Konsistenz hat. Es sollte dick genug sein, um auf den warmen Schnecken zu schmelzen, aber nicht zu verlaufen.
- Frosting auftragen und genießen (ca. 5 Minuten): Die Schnecken aus dem Ofen nehmen und etwa 5 Minuten abkühlen lassen. Dann das Frosting großzügig darauf verteilen – am besten, während sie noch warm sind, damit es leicht zerlauft. Jetzt heißt es nur noch: Genießen! Am besten mit einer Tasse Kaffee oder einem Glas Milch.
Tipps & Tricks für perfekte Zimtschnecken
Ich habe bei diesen Schnecken so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse, damit du es besser machst:
- Die richtige Teigkonsistenz: Der Teig ist nach dem Rühren sehr klebrig – das ist gewollt. Füge auf keinen Fall mehr Mehl hinzu, nur weil er sich komisch anfühlt. Das Geheimnis der Fluffigkeit liegt genau in dieser Klebrigkeit. Vertrau dem Prozess!
- Kühlzeit einhalten: Ich weiß, es ist verlockend, den Teig schon nach 8 Stunden zu verarbeiten, aber die 12 Stunden sind wirklich wichtig. Die lange Kühlzeit entwickelt nicht nur den Geschmack, sondern macht den Teig auch viel leichter zu handhaben. Einmal habe ich es nach 10 Stunden versucht, und der Teig war noch so weich, dass ich ihn kaum ausrollen konnte.
- Nicht zu fest aufrollen: Wenn du den Teig zu fest aufrollst, können die Schnecken beim Backen nicht richtig aufgehen und werden dicht und schwer. Rolle ihn fest genug, um die Form zu halten, aber lass etwas Luft.
- Gleichmäßige Stücke: Verwende ein Lineal oder markiere die Rolle vor dem Schneiden mit leichten Einschnitten, damit alle Schnecken gleich groß sind. Das sieht nicht nur schöner aus, sondern sorgt auch für ein gleichmäßiges Backergebnis.
- Multitasking: Bereite das Frosting zu, während die Schnecken backen, und decke den Tisch schon mal, damit du sie sofort genießen kannst, wenn sie aus dem Ofen kommen. Warme Zimtschnecken mit geschmolzenem Frosting sind einfach unschlagbar!
Mein größter Fail? Ich habe einmal vergessen, den Teig abzudecken, als er im Kühlschrank stand. Am nächsten Morgen hatte er eine dicke, trockene Haut, und ich musste die oberste Schicht wegschneiden. Die Schnecken waren trotzdem noch lecker, aber nicht so fluffig wie sonst. Also: Immer schön abdecken!
Variationen & Anpassungen
Das Schöne an diesem Grundrezept ist, dass du es nach Lust und Laune abwandeln kannst. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
- Vegane Variante: Ersetze die Butter durch vegane Margarine, die Milch durch Hafer- oder Mandelmilch und die Eier durch 2 EL Leinsamenmehl, gemischt mit 6 EL Wasser (15 Minuten quellen lassen). Die Schnecken werden etwas kompakter, aber immer noch sehr lecker. Mein Freund, der sich vegan ernährt, war begeistert!
- Apfel-Zimt-Schnecken: Dünste einen kleinen Apfel, in kleine Würfel geschnitten, kurz in etwas Butter und gib ihn vor dem Aufrollen auf die Zimtfüllung. Das gibt eine saftige, fruchtige Note, die perfekt in den Herbst passt. Mein absoluter Favorit für den Oktober!
- Schokoladige Variante: Streue 50 g dunkle Schokoladenraspeln über die Füllung, bevor du den Teig aufrollst. Die Kombination aus Zimt und Schokolade ist einfach himmlisch. Einmal habe ich das für einen Geburtstag gemacht, und die Schnecken waren in zehn Minuten weg.
- Glutenfreie Option: Verwende eine glutenfreie Mehlmischung (z. B. von „Schaer“) und füge 1 TL Xanthan hinzu, um die Bindung zu verbessern. Der Teig wird etwas bröseliger, also rolle ihn vorsichtig aus. Es funktioniert, aber die Textur ist nicht ganz so fluffig wie mit Weizenmehl.
- Weniger süß: Reduziere den Zucker im Teig auf 50 g und im Frosting auf 60 g Puderzucker. Ich mache das manchmal, wenn ich die Schnecken zum Frühstück esse – sie schmecken dann etwas herzhafter und der Zimt kommt besser zur Geltung.
Probiere ruhig verschiedene Füllungen aus – ich habe schon eine Variante mit Marzipan und eine mit Spekulatius-Gewürz gemacht. Sei kreativ!
Servieren & Aufbewahren
Diese Zimtschnecken schmecken am besten, wenn sie noch lauwarm sind und das Frosting leicht geschmolzen ist. Serviere sie auf einem schönen Teller oder einem Holzbrett – ich finde, das passt besonders gut zur herbstlichen Stimmung. Dazu passt eine Tasse Kaffee, ein Chai Latte oder ein Glas kalte Milch. Für ein besonderes Frühstück kannst du sie mit einem Klecks Schlagsahne und ein paar Granatapfelkernen garnieren – das sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch fantastisch.
Zur Aufbewahrung: Die Schnecken in einem luftdichten Behälter bei Zimmertemperatur bis zu 2 Tage aufbewahren. Ich rate davon ab, sie in den Kühlschrank zu stellen, weil sie dort austrocknen und an Fluffigkeit verlieren. Wenn du sie länger aufheben möchtest, friere sie ohne Frosting ein. Wickele jede Schnecke einzeln in Frischhaltefolie und lege sie in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen oder kurz im Ofen bei 150°C aufwärmen. Das Frosting bereitest du dann frisch zu.
Zum Aufwärmen: Die Schnecken für 5-7 Minuten in den auf 150°C vorgeheizten Ofen geben. Die Mikrowelle ist auch eine Option, aber sie werden dann etwas weicher und weniger knusprig. Ich persönlich finde, der Ofen gibt das beste Ergebnis. Die Aromen entwickeln sich übrigens am zweiten Tag noch einmal – wenn sie denn so lange durchhalten!
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Ich bin kein Ernährungsberater, aber ich achte trotzdem darauf, was ich esse. Eine Zimtschnecke (ohne Frosting) enthält ungefähr:
- Kalorien: ca. 320 kcal
- Kohlenhydrate: 45 g
- Fett: 14 g
- Eiweiß: 6 g
- Ballaststoffe: 2 g
Der Zimt in diesem Rezept ist nicht nur für den Geschmack da – er hat auch entzündungshemmende Eigenschaften und kann den Blutzuckerspiegel regulieren. Der Kardamom unterstützt die Verdauung, und die Butter liefert wichtige fettlösliche Vitamine. Klar, es ist ein Genussmittel, aber in Maßen genossen, spricht nichts dagegen. Ich esse meine Schnecken am liebsten zum Sonntagsfrühstück, wenn ich Zeit habe, sie richtig zu genießen. Und ehrlich? Ein Stück Glück am Morgen ist auch gut für die Seele!
Für Allergiker: Dieses Rezept enthält Gluten, Milchprodukte und Eier. Die vegane Variante ist frei von tierischen Produkten, aber nicht glutenfrei. Für eine glutenfreie Version siehe die Variationen oben.
Fazit
Diese herbstlichen Zimtschnecken über Nacht sind für mich mehr als nur ein Rezept – sie sind eine Erinnerung an das kleine Café in Heidelberg, an verregnete Sonntage und an die Freude, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen. Sie sind fluffig, zimtig und genau das Richtige, wenn der Herbstwind ums Haus pfeift und man sich nach Geborgenheit sehnt. Das Beste daran? Du musst nicht kneten, nicht stundenlang in der Küche stehen, und der Teig macht die Arbeit über Nacht für dich. Es ist, als würde der Herbst selbst dir ein Geschenk machen.
Ich lade dich ein, dieses Rezept zu deinem eigenen zu machen. Füge deine Lieblingsgewürze hinzu, probiere die Apfel-Variante oder lass das Frosting weg, wenn du es weniger süß magst. Es gibt kein Richtig oder Falsch – nur den Duft von Zimt, der durch deine Küche zieht, und das Gefühl von Zufriedenheit, wenn du die erste warme Schnecke in den Händen hältst. Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie sie dir gelungen sind! Welche Füllung hast du ausprobiert? Hast du auch einen geheimen Trick? Teilen ist schließlich das Schönste am Backen. Und jetzt: Ran an den Teig!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch länger als 24 Stunden im Kühlschrank lassen?
Ja, das ist möglich, aber der Teig wird mit der Zeit immer stärker fermentieren und einen leicht säuerlichen Geschmack entwickeln. Nach 24 Stunden ist er am besten. Maximal würde ich 36 Stunden empfehlen, danach wird der Geschmack zu dominant.
Warum sind meine Zimtschnecken nach dem Backen so flach?
Das passiert oft, wenn die zweite Gehzeit zu kurz war oder der Teig zu fest aufgerollt wurde. Achte darauf, dass die Schnecken nach dem Schneiden noch einmal sichtbar an Volumen zunehmen, bevor sie in den Ofen kommen. Auch zu viel Mehl auf der Arbeitsfläche kann den Teig beschweren.
Kann ich frische Hefe statt Trockenhefe verwenden?
Ja, absolut! Ersetze das Päckchen Trockenhefe durch 21 g frische Hefe. Löse die frische Hefe in der lauwarmen Milch mit einem Teelöffel Zucker auf und lass sie 5 Minuten schäumen, bevor du sie mit den anderen Zutaten vermischst. Der Rest des Rezepts bleibt gleich.
Wie bekomme ich ein besonders cremiges Frosting?
Der Trick ist, den Frischkäse und die Butter (wenn du welche verwendest) wirklich auf Zimmertemperatur zu bringen. Kalter Frischkäse macht das Frosting klumpig. Siebe außerdem den Puderzucker, um Klümpchen zu vermeiden. Ein Schuss Sahne statt Milch macht es noch luxuriöser.
Kann ich die Zimtschnecken auch ohne Frosting einfrieren?
Ja, das ist sogar die beste Methode! Backe die Schnecken ohne Frosting, lass sie vollständig abkühlen, wickle sie einzeln in Frischhaltefolie und lege sie in einen Gefrierbeutel. Zum Servieren taust du sie auf und bereitest das Frosting frisch zu. So schmecken sie wie frisch gebacken.
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Fluffige Herbstliche Zimtschnecken über Nacht – ohne Kneten
Diese fluffigen Zimtschnecken werden ohne Kneten zubereitet und über Nacht im Kühlschrank fermentiert. Mit einer zimtig-würzigen Füllung und cremigem Frischkäse-Frosting sind sie der perfekte herbstliche Genuss.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 20-25 Minuten
- Total Time: 12 Stunden 40 Minuten (inkl. Kühlzeit)
- Yield: 12 Stück 1x
- Category: Frühstück / Gebäck
- Cuisine: Deutsch / Skandinavisch
Ingredients
- 500 g Weizenmehl (Type 550)
- 80 g Zucker
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
- 1 Prise Salz
- 250 ml Milch, lauwarm
- 80 g weiche Butter
- 2 Eier (Größe M), Raumtemperatur
- 100 g weiche Butter (für die Füllung)
- 150 g brauner Zucker
- 3 EL Zimt
- 1 TL Kardamom, gemahlen
- 50 g gehackte Walnüsse (optional)
- 150 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
- 80 g Puderzucker
- 2 EL Milch
- 1 TL Vanilleextrakt
Instructions
- Den Teig vorbereiten (abends, ca. 15 Minuten): In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Zucker, der Trockenhefe und dem Salz vermischen. Die lauwarme Milch, die weiche Butter und die Eier dazugeben. Alles mit einem Holzlöffel oder Schneebesen kräftig verrühren, bis ein klebriger, weicher Teig entsteht. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 12 Stunden, maximal 24 Stunden, in den Kühlschrank stellen.
- Die Füllung zubereiten (am nächsten Morgen, ca. 5 Minuten): Den Teig aus dem Kühlschrank holen. In einer kleinen Schüssel die weiche Butter mit dem braunen Zucker, Zimt und Kardamom verrühren, bis eine streichfähige Paste entsteht. Wenn du Walnüsse verwendest, hacke sie jetzt und mische sie unter die Füllung.
- Den Teig ausrollen (ca. 10 Minuten): Eine Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig aus der Schüssel auf die bemehlte Fläche geben – er wird noch sehr klebrig sein, also bestäube auch deine Hände leicht mit Mehl. Mit einem Nudelholz zu einem Rechteck von etwa 40×30 cm ausrollen.
- Die Füllung verteilen (ca. 5 Minuten): Die Zimt-Butter-Paste gleichmäßig auf dem Teigrechteck verstreichen. Lass dabei einen Rand von etwa 2 cm an den Längsseiten frei, damit die Füllung beim Aufrollen nicht herausquillt.
- Den Teig aufrollen (ca. 5 Minuten): Rolle den Teig von der langen Seite her fest, aber nicht zu fest, auf. Die Rolle sollte gleichmäßig dick sein.
- Schnecken schneiden (ca. 5 Minuten): Die Rolle mit einem scharfen Messer in etwa 12 gleich dicke Scheiben schneiden. Lege die Schnecken mit etwas Abstand in die mit Backpapier ausgelegte Auflaufform.
- Zweite Gehzeit (ca. 30-45 Minuten): Die Form mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und die Schnecken bei Zimmertemperatur noch einmal gehen lassen, bis sie sichtbar an Volumen zunehmen.
- Backen (ca. 20-25 Minuten): Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Schnecken auf der mittleren Schiene etwa 20 bis 25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
- Das Frosting zubereiten (während des Backens, ca. 5 Minuten): In einer Schüssel den Frischkäse mit dem Puderzucker und dem Vanilleextrakt glatt rühren. Die Milch nach und nach dazugeben, bis das Frosting eine geschmeidige Konsistenz hat.
- Frosting auftragen und genießen (ca. 5 Minuten): Die Schnecken aus dem Ofen nehmen und etwa 5 Minuten abkühlen lassen. Dann das Frosting großzügig darauf verteilen.
Notes
Der Teig ist nach dem Rühren sehr klebrig – das ist gewollt. Füge auf keinen Fall mehr Mehl hinzu. Die Kühlzeit von mindestens 12 Stunden ist wichtig für Geschmack und Handhabung. Nicht zu fest aufrollen, damit die Schnecken fluffig bleiben. Für gleichmäßige Stücke die Rolle vor dem Schneiden markieren.
Nutrition
- Serving Size: 1 Zimtschnecke
- Calories: 320
- Sugar: 22
- Sodium: 150
- Fat: 14
- Saturated Fat: 8
- Carbohydrates: 45
- Fiber: 2
- Protein: 6
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