Ich stand letzten Dienstag in der Obstabteilung meines kleinen Supermarkts, völlig planlos, was ich kochen sollte. Meine Hand wanderte wie von selbst zu einer Tüte Boskop-Äpfel, und plötzlich war ich sieben Jahre alt, in der Küche meiner Tante Lilo, die mit ihren kräftigen Händen einen Teig knetete, während der Duft von Zimt und Äpfeln durch das ganze Haus zog. Es war kein besonderer Anlass, nur ein ganz normaler Dienstag. Aber sie backte immer, wenn sie das Gefühl hatte, dass jemand einen kleinen seelischen Schubs brauchte. Ich konnte den Geschmack fast auf der Zunge spüren – diesen weichen, saftigen Kuchen mit den fast karamellisierten Äpfeln, die so schön darin versunken waren. Der Zimtguss, der beim Backen eine feine, knusprige Kruste bildete. Ich habe damals nie nach dem Rezept gefragt. Ich war zu sehr damit beschäftigt, die Schüssel auszulecken, während sie lachte und sagte, ich solle mir keine Sorgen machen, der Teig würde schon aufgehen. Heute lebt Tante Lilo weit weg in einem kleinen Dorf in der Pfalz, und ich habe ihren Kuchen jahrelang nicht mehr gegessen. Vielleicht haben Sie ja auch so ein Gericht, das Sie an jemanden erinnert, den Sie vermissen. Letztes Jahr, an einem verregneten Novemberabend, habe ich beschlossen, ihn einfach selbst zu backen. Nach drei Fehlversuchen hatte ich ihn – diesen einen Bissen, der mich schnurstracks zurück in ihre Küche katapultierte. Und genau dieses Gefühl von purem Wohlbefinden möchte ich heute mit Ihnen teilen.
Warum Sie diesen Kuchen lieben werden
Dieser Kuchen ist nicht einfach nur ein weiteres Apfelkuchen-Rezept. Er ist der Inbegriff von Seelenfutter, und ich sage das nicht leichtfertig. Ich habe ihn in den letzten Monaten bestimmt zehnmal gebacken – für meine Nachbarin, die traurig war, für ein spontanes Kaffeekränzchen und einfach nur, weil ich diesen Duft in der Wohnung brauchte.
- Schnell & einfach: Der Teig ist in unter 15 Minuten zusammengerührt. Keine aufwendigen Schichten, kein Kneten – perfekt für einen spontanen Heißhunger auf etwas Süßes.
- Nur 5 Hauptzutaten: Sie brauchen keine exotischen Zutaten aus dem Spezialitätenladen. Mehl, Zucker, Butter, Eier und Äpfel – das haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause.
- Perfekt für gemütliche Abende: Ob bei Regenwetter, an einem kalten Sonntagnachmittag oder wenn der Tag einfach anstrengend war – dieser Kuchen macht alles ein bisschen besser.
- Garantiert saftig: Das Geheimnis liegt in der Zubereitung. Die Äpfel sinken während des Backens in den Teig und geben ihre ganze Feuchtigkeit ab. Das Ergebnis ist ein Kuchen, der tagelang weich bleibt.
- Der Zimtguss macht den Unterschied: Er ist nicht nur Deko. Er wird beim Backen knusprig und bildet eine wunderbare Kontrastschicht zu den weichen Äpfeln und dem fluffigen Teig.
Was diesen Kuchen von anderen unterscheidet, ist seine ehrliche Art. Er versucht nicht, hip oder extravagant zu sein. Er ist einfach nur gut. So gut, dass man beim ersten Bissen kurz die Augen schließt. Es ist kein Kuchen, den man für eine Hochzeitstorte backt, sondern einen, den man für das eigene Herz backt.
Zutaten, die Sie brauchen
Für diesen Wohlfühl-Kuchen verwenden wir ganz bewusst einfache, aber qualitativ hochwertige Zutaten. Das Schöne ist: Sie müssen nicht viel einkaufen. Die meisten Dinge haben Sie bestimmt im Vorratsschrank.
Für den Teig
- 250 g Weizenmehl (Type 405): Das klassische Haushaltsmehl. Es sorgt für eine feine, lockere Krume. Ich habe auch schon Dinkelmehl (Type 630) verwendet, das funktioniert auch, der Kuchen wird dann etwas nussiger im Geschmack.
- 150 g Zucker: Ich nehme am liebsten feinen Backzucker, weil er sich besser auflöst. Aber normaler Haushaltszucker geht genauso gut. Für eine karamellige Note können Sie auch die Hälfte mit braunem Zucker ersetzen.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Selbstgemacht oder gekauft – beides ist okay. Der Vanillezucker rundet den Geschmack ab und macht den Teig aromatischer.
- 1 Prise Salz: Klingt komisch in einem süßen Kuchen, aber Salz ist der geheime Geschmacksverstärker. Es bringt die Süße und den Apfelgeschmack erst richtig zur Geltung.
- 125 g weiche Butter: Die Butter muss wirklich weich sein, Zimmertemperatur. Wenn sie zu kalt ist, wird der Teig klumpig. Ich nehme immer ungesalzene Butter, dann kann ich die Salzmenge selbst bestimmen. (Ein Tipp von mir: Lassen Sie die Butter einfach eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen.)
- 2 Eier (Größe M): Auch die Eier sollten Zimmertemperatur haben. Das ist wichtig, damit der Teig schön homogen wird und nicht ausflockt. Wenn Sie vergessen haben, die Eier rechtzeitig rauszunehmen, legen Sie sie für 5 Minuten in eine Schüssel mit warmem Wasser.
- 150 ml Milch: Ich verwende Vollmilch (3,5 % Fett), weil sie den Teig schön saftig macht. Aber auch Hafermilch oder Mandelmilch funktionieren hier einwandfrei. Achten Sie nur darauf, dass sie ungesüßt ist.
- 2 TL Backpulver: Das ist der Treibstoff für unseren Kuchen. Achten Sie darauf, dass das Backpulver noch frisch ist. Ein alter Packung hebt den Teig nicht mehr richtig.
Für die Äpfel und den Belag

- 3-4 mittelgroße Äpfel (ca. 500 g): Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg. Verwenden Sie unbedingt einen Apfel, der beim Backen nicht zerfällt, aber schön weich wird. Meine Favoriten sind Boskop (säuerlich, sehr aromatisch) oder Elstar (süß-säuerlich, fest). Golden Delicious wird schnell zu matschig. Die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Nicht zu dick, sonst sinken sie nicht richtig ein.
- 2 EL Zitronensaft: Ein Spritzer Zitronensaft über die Apfelspalten verhindert, dass sie braun werden. Außerdem gibt er eine frische Säure, die wunderbar mit dem süßen Teig und dem Zimt harmoniert.
Für den Zimtguss
- 80 g weiche Butter: Auch hier wieder Zimmertemperatur. Die Butter wird mit den anderen Zutaten zu einer streichfähigen Paste vermischt.
- 80 g Zucker: Ich verwende hier normalen weißen Zucker. Der Guss wird dadurch schön knusprig. Brauner Zucker würde ihn eher weich und karamellig machen – auch lecker, aber dann wird es eher ein Crumble als ein Guss.
- 2 TL Zimt: Hier bitte nicht sparen! Verwenden Sie guten, aromatischen Zimt. Ich schwöre auf Ceylon-Zimt, der ist feiner und weniger scharf als Cassia-Zimt. Aber Cassia geht natürlich auch und ist deutlich günstiger.
- 2 EL Mehl: Das Mehl bindet den Guss und sorgt dafür, dass er beim Backen eine knusprige Schicht bildet, statt einfach nur zu verlaufen.
Benötigte Küchengeräte
Sie brauchen keine Profi-Ausstattung für diesen Kuchen. Ein paar Basics reichen völlig aus. Ich backe seit Jahren mit denselben einfachen Sachen und komme bestens zurecht.
- Eine Springform (26 cm Durchmesser): Die klassische Größe. Wenn Sie nur eine 24-cm-Form haben, wird der Kuchen etwas höher – backen Sie ihn dann einfach 5-10 Minuten länger.
- Backpapier: Ein absolutes Muss, damit nichts kleben bleibt. Ich lege immer einen Kreis aus Backpapier auf den Boden der Form und fetten den Rand etwas ein.
- Zwei Rührschüsseln: Eine für die trockenen Zutaten, eine für die nassen. Klingt nach mehr Arbeit, aber es ist viel effizienter, als alles in eine Schüssel zu werfen und zu hoffen, dass es klappt.
- Handrührgerät oder Küchenmaschine: Ein Handrührgerät mit Rührbesen ist perfekt. Sie können den Teig aber auch mit einem Schneebesen und etwas Muskelkraft schlagen – es dauert dann nur etwas länger.
- Ein scharfes Messer und ein Sparschäler: Zum Schälen und in dünne Spalten schneiden der Äpfel. Ein stumpfes Messer macht die Arbeit nur mühsam und gefährlich.
- Eine kleine Schüssel für den Guss: Eine einfache Schüssel, in der Sie Butter, Zucker, Zimt und Mehl mit einer Gabel verrühren.
Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist wirklich einfach. Ich erkläre Ihnen jeden Schritt, damit garantiert nichts schiefgeht.
- Vorbereitung ist alles: Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (Umluft: 160 °C). Fetten Sie Ihre Springform ein und legen Sie den Boden mit Backpapier aus. Der Rand muss nicht mit Backpapier ausgelegt werden, aber etwas Fett schadet nie.
- Die trockenen Zutaten mischen: In einer großen Schüssel vermischen Sie das Mehl, das Backpulver und die Prise Salz. Einfach mit einem Schneebesen kurz durchrühren, dann verteilt sich das Backpulver gleichmäßig. Das ist wichtig, damit der Kuchen später keine weißen Flecken bekommt.
- Die nassen Zutaten schaumig rühren: In einer zweiten Schüssel geben Sie die weiche Butter, den Zucker und den Vanillezucker. Schlagen Sie alles mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe für etwa 3-4 Minuten, bis eine helle, cremige Masse entsteht. Die Butter sollte richtig schön schaumig sein – das ist das Geheimnis für einen lockeren Teig. Geben Sie dann die Eier einzeln hinzu und rühren Sie jedes Ei etwa 30 Sekunden unter, bis es vollständig eingearbeitet ist.
- Teig zusammenfügen: Jetzt geben Sie abwechselnd die Mehlmischung und die Milch zur Butter-Ei-Masse. Beginnen Sie mit Mehl, dann die Hälfte der Milch, dann der Rest Mehl, dann der Rest Milch. Rühren Sie dabei immer nur kurz auf niedriger Stufe, bis alles gerade so vermischt ist. Ein Klümpchen ist besser als ein zäher Teig! Wenn Sie zu lange rühren, wird der Kuchen zäh und schwer.
- Die Äpfel vorbereiten: Während der Teig ruht (ja, er darf kurz atmen), schälen Sie die Äpfel, vierteln sie, entfernen das Kerngehäuse und schneiden die Viertel in dünne Spalten. Nicht zu dick, etwa 0,5 cm. Geben Sie sie in eine Schüssel und beträufeln Sie sie mit dem Zitronensaft. Schwenken Sie sie kurz durch, damit sie nicht braun werden.
- Den Kuchen zusammensetzen: Gießen Sie den Teig in die vorbereitete Springform und streichen Sie ihn glatt. Jetzt kommen die Apfelspalten. Drücken Sie sie vorsichtig, aber mit etwas Nachdruck, in den Teig hinein. Die Spitzen der Apfelspalten sollten noch ein kleines Stück aus dem Teig herausragen. Verteilen Sie die Äpfel gleichmäßig auf der gesamten Oberfläche. Lassen Sie am Rand etwas Platz, damit der Kuchen schön aufgehen kann.
- Der Zimtguss: In der kleinen Schüssel vermischen Sie die weiche Butter, den Zucker, den Zimt und das Mehl mit einer Gabel zu einer streichfähigen Paste. Verteilen Sie diese Paste in kleinen Flöckchen auf den Apfelspalten und dem Teig. Es muss nicht perfekt sein – die Flöckchen verlaufen im Ofen von selbst.
- Backen: Schieben Sie die Form auf die mittlere Schiene in den vorgeheizten Ofen. Backen Sie den Kuchen für 45-55 Minuten. Machen Sie nach 45 Minuten die Stäbchenprobe: Stechen Sie mit einem Holzspieß in die Mitte des Kuchens (nicht in einen Apfel!). Wenn kein flüssiger Teig mehr daran kleben bleibt, ist er fertig. Die Oberfläche sollte goldbraun sein und die Äpfel sollten leicht karamellisiert aussehen.
- Auskühlen lassen: Nehmen Sie den Kuchen aus dem Ofen und lassen Sie ihn für mindestens 15 Minuten in der Form abkühlen. Dann lösen Sie den Rand vorsichtig mit einem Messer und stürzen den Kuchen auf ein Kuchengitter. Lassen Sie ihn vollständig auskühlen, bevor Sie ihn anschneiden. Das ist die schwerste Geduldsprobe, glauben Sie mir. Aber ein warmer Kuchen zerfällt beim Schneiden einfach.
Tipps & Tricks für den perfekten Kuchen
Ich habe bei diesem Kuchen so einige Fehler gemacht. Damit Sie davon profitieren können, hier meine besten Tipps.
Das größte Problem: Die Äpfel schwimmen oben. Das passiert, wenn der Teig zu dünn ist oder die Äpfel zu dick geschnitten sind. Achten Sie darauf, dass der Teig eine zähflüssige, fast streichfeste Konsistenz hat. Wenn er zu flüssig ist, geben Sie noch einen Esslöffel Mehl dazu. Und die Apfelspalten sollten wirklich nur 0,5 cm dick sein. Dicke Apfelstücke sinken einfach nicht ein.
Der Zimtguss wird nicht knusprig. Das liegt meistens daran, dass die Butter zu weich war oder der Guss zu dünn aufgetragen wurde. Die Butter sollte zwar weich, aber nicht flüssig sein. Und verteilen Sie die Flöckchen nicht zu dünn. Sie dürfen ruhig kleine Häufchen bilden. Im Ofen zerlaufen sie dann und bilden eine wunderbare Kruste.
Mein erster Versuch war eine Katastrophe. Ich habe die Äpfel roh in den Teig gelegt, ohne sie mit Zitronensaft zu beträufeln. Das Ergebnis war ein grauer, unansehnlicher Kuchen. Der Zitronensaft ist also nicht nur für den Geschmack da, sondern auch für die Optik. Seitdem schwöre ich darauf.
Timing ist alles: Bereiten Sie die Äpfel erst zu, wenn der Teig fertig ist. Wenn die Apfelspalten zu lange liegen, verlieren sie Feuchtigkeit und werden braun. Arbeiten Sie also zügig, aber ohne Hektik. Der Kuchen ist nicht kompliziert, er mag nur keine langen Wartezeiten.
Die Stäbchenprobe ist nicht immer zuverlässig. Wenn Sie in einen Apfel stechen, wird immer etwas Feuchtes am Spieß kleben bleiben. Stechen Sie also immer in eine Stelle, an der Sie keine Apfelspalte vermuten. Die Mitte des Kuchens zwischen den Äpfeln ist der beste Ort.
Variationen & Abwandlungen
Das Schöne an diesem Grundrezept ist, dass es unglaublich wandelbar ist. Ich habe schon viele Varianten ausprobiert und jede war auf ihre Art köstlich.
Variante 1: Herbstlicher Nusskuchen. Geben Sie 100 g gehackte Walnüsse oder Pekannüsse unter den Teig, bevor Sie die Äpfel einlegen. Die Nüsse rösten im Ofen leicht an und geben dem Kuchen ein wunderbar nussiges Aroma. Dazu passt der Zimtguss besonders gut.
Variante 2: Vegane Version. Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine (achten Sie auf einen hohen Fettgehalt) und die Eier durch 2 EL Apfelmus plus 1 EL Leinsamenmehl gemischt mit 3 EL Wasser. Die Milch ersetzen Sie einfach durch eine pflanzliche Alternative. Der Kuchen wird etwas kompakter, aber immer noch sehr lecker. Ich habe diese Version für eine Freundin gebacken, die sich vegan ernährt, und sie war begeistert.
Variante 3: Mit Birnen und Ingwer. Ersetzen Sie die Äpfel durch feste, reife Birnen (z.B. Conference) und geben Sie einen Teelöffel frisch geriebenen Ingwer in den Teig. Der Zimtguss harmoniert auch super mit Birnen. Das ist meine Lieblingsvariante für den Spätherbst, wenn die Birnen Saison haben.
Variante 4: Ohne Zimtguss, mit Streuseln. Wenn Sie kein Fan von Zimt sind (gibt es das?), lassen Sie den Guss weg und machen Sie stattdessen einen klassischen Streuselbelag: 100 g Mehl, 80 g Zucker, 80 g kalte Butter in Flöckchen und eine Prise Zimt mit den Händen zu Streuseln verkneten. Einfach über die Äpfel streuen und backen. Das ist dann eher ein traditioneller Apfelkuchen mit Streuseln.
Servieren & Aufbewahren
Dieser Kuchen schmeckt zu jeder Tageszeit, aber er hat seine ganz besonderen Momente.
Serviertemperatur: Am besten schmeckt er lauwarm, direkt nach dem Backen. Aber auch völlig ausgekühlt ist er ein Genuss. Wenn Sie ihn lauwarm servieren, können Sie einen Klecks Schlagsahne oder eine Kugel Vanilleeis dazu reichen. Der Kontrast zwischen warmem Kuchen und kaltem Eis ist einfach himmlisch.
Dazu passt: Ein starker, frisch aufgebrühter Kaffee oder ein cremiger Milchkaffee. Für die Kinder natürlich ein Glas kalte Milch. Wenn Sie es etwas ausgefallener mögen, passt auch ein Glas Apfelwein oder ein Dessertwein wie ein Spätlese Riesling.
Aufbewahrung: Der Kuchen hält sich in einer luftdichten Kuchenbox bei Raumtemperatur problemlos 3-4 Tage. Er wird sogar noch saftiger, wenn er einen Tag durchgezogen ist. Decken Sie ihn gut ab, damit er nicht austrocknet. Im Kühlschrank trocknet er leider schneller aus, also bewahren Sie ihn lieber bei Zimmertemperatur auf.
Einfrieren: Sie können den Kuchen hervorragend einfrieren. Wickeln Sie ihn dafür in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur auftauen lassen. Sie können ihn dann im Ofen bei 150 °C für etwa 10 Minuten aufbacken, dann schmeckt er fast wie frisch gebacken.
Mein Tipp für Gäste: Backen Sie den Kuchen am Vortag. Er schmeckt am nächsten Tag noch besser, weil die Aromen richtig durchziehen können. Dann müssen Sie am Tag des Besuchs nur noch eine Sahne schlagen oder das Eis aus dem Gefrierfach holen. Entspannt und trotzdem beeindruckend.
Nährwertangaben & gesundheitliche Aspekte
Ich will nicht so tun, als wäre dieser Kuchen ein Diät-Wunder. Das ist er nicht. Aber er hat durchaus seine Vorzüge, wenn man ihn in Maßen genießt.
Geschätzte Nährwerte pro Stück (bei 12 Stücken):
- Kalorien: ca. 280 kcal
- Fett: ca. 14 g
- Kohlenhydrate: ca. 36 g
- Eiweiß: ca. 4 g
- Ballaststoffe: ca. 2 g
Die gesunde Seite: Die Äpfel liefern wertvolle Ballaststoffe und Vitamin C. Zimt ist bekannt für seine blutzuckerregulierenden Eigenschaften – ein Grund mehr, den Guss nicht wegzulassen. Die Butter enthält fettlösliche Vitamine, und wenn Sie Dinkelmehl verwenden, haben Sie sogar etwas mehr Mineralstoffe im Kuchen.
Allergene: Der Kuchen enthält Gluten (Weizenmehl), Milchprodukte (Butter, Milch) und Eier. Für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit können Sie eine glutenfreie Mehlmischung verwenden, dann wird der Kuchen etwas krümeliger, aber immer noch lecker. Laktosefreie Butter und Milch funktionieren ebenfalls gut.
Ich persönlich sehe diesen Kuchen nicht als „Sünde”, sondern als eine kleine Auszeit. Ein Stück am Nachmittag, bewusst genossen, tut der Seele einfach gut. Und das ist doch die beste Medizin, oder?
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch andere Früchte als Äpfel verwenden?
Ja, absolut! Birnen, Quitten oder sogar Pfirsiche eignen sich hervorragend. Achten Sie nur darauf, dass die Früchte nicht zu weich sind, sonst zerfallen sie beim Backen. Bei sehr saftigen Früchten wie Pfirsichen die Stücke vorher etwas abtupfen.
Warum sind meine Äpfel nicht versunken?
Das kann zwei Gründe haben: Entweder war der Teig zu fest oder die Apfelspalten zu dick. Der Teig sollte eine zähflüssige Konsistenz haben – wie ein Rührteig. Und die Apfelspalten sollten wirklich nur etwa 0,5 cm dick sein. Drücken Sie sie auch ruhig mit etwas Kraft in den Teig hinein.
Kann ich den Zucker reduzieren?
Sie können den Zucker im Teig auf 120 g reduzieren, ohne dass der Kuchen leidet. Der Zimtguss braucht aber den Zucker, um schön knusprig zu werden. Wenn Sie den Guss weglassen, können Sie auch eine Prise Stevia oder Erythrit verwenden, aber der Kuchen wird dann weniger süß und nicht so saftig.
Muss ich die Äpfel schälen?
Ich empfehle es, weil die Schale beim Backen oft zäh wird und sich dann unangenehm zwischen den Zähnen anfühlt. Wenn Sie aber Bio-Äpfel haben und die Schale sehr dünn ist, können Sie sie auch dranlassen. Dann wird der Kuchen etwas rustikaler und enthält mehr Ballaststoffe.
Kann ich den Kuchen auch in einer Kastenform backen?
Ja, das funktioniert. Verwenden Sie eine Kastenform mit ca. 30 cm Länge. Die Backzeit verlängert sich dann um etwa 10-15 Minuten, da der Teig dicker ist. Machen Sie auf jeden Fall die Stäbchenprobe, bevor Sie den Kuchen aus dem Ofen holen.
Fazit
Dieser Wohlfühl-Kuchen ist mehr als nur ein Rezept. Er ist eine Erinnerung an die einfachen Dinge im Leben – an den Duft von Zimt und Äpfeln, an gemütliche Nachmittage und an die Menschen, die uns am Herzen liegen. Mit nur fünf Hauptzutaten zaubern Sie im Handumdrehen einen Kuchen, der nicht nur den Magen, sondern auch die Seele wärmt.
Ich lade Sie herzlich ein, dieses Rezept nachzubacken und es zu Ihrer eigenen kleinen Tradition zu machen. Vielleicht entdecken Sie ja auch Ihre ganz eigene Version davon – mit Nüssen, Birnen oder einer anderen Lieblingszutat. Der Teig ist wie eine Leinwand, die nur darauf wartet, von Ihnen bemalt zu werden.
Haben Sie den Kuchen schon gebacken? Oder haben Sie eine ganz besondere Erinnerung an einen Apfelkuchen? Dann schreiben Sie es mir doch in die Kommentare! Ich freue mich riesig über Ihre Geschichten und Erfahrungen. Und wenn Ihnen das Rezept gefällt, teilen Sie es gerne mit Ihren Liebsten. Denn gutes Essen ist doch am schönsten, wenn man es teilen kann.
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Wohlfühl-Kuchen: Versunkener Apfelkuchen mit Zimtguss – 5 einfache Zutaten
Ein saftiger Apfelkuchen mit versunkenen Apfelspalten und knusprigem Zimtguss, der an gemütliche Nachmittage erinnert. Mit nur fünf Hauptzutaten schnell zubereitet und perfekt für Seelenfutter.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 50 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 5 Minuten
- Yield: 12 Stücke 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Weizenmehl (Type 405) (ca. 2 Tassen)
- 150 g Zucker (ca. 3/4 Tasse)
- 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 8 g)
- 1 Prise Salz
- 125 g weiche Butter (ca. 1/2 Tasse)
- 2 Eier (Größe M)
- 150 ml Milch (ca. 2/3 Tasse)
- 2 TL Backpulver
- 3–4 mittelgroße Äpfel (ca. 500 g, z.B. Boskop oder Elstar)
- 2 EL Zitronensaft
- 80 g weiche Butter (für den Guss, ca. 1/3 Tasse)
- 80 g Zucker (für den Guss, ca. 1/3 Tasse)
- 2 TL Zimt
- 2 EL Mehl (für den Guss)
Instructions
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) vorheizen. Springform (26 cm) einfetten und Boden mit Backpapier auslegen.
- In einer großen Schüssel Mehl, Backpulver und Salz mit einem Schneebesen vermischen.
- In einer zweiten Schüssel weiche Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe 3-4 Minuten schaumig schlagen. Eier einzeln unterrühren, jedes etwa 30 Sekunden.
- Abwechselnd Mehlmischung und Milch zur Butter-Ei-Masse geben, dabei kurz auf niedriger Stufe verrühren, bis alles gerade vermischt ist.
- Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in dünne Spalten (ca. 0,5 cm) schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln und schwenken.
- Teig in die Springform gießen und glatt streichen. Apfelspalten vorsichtig in den Teig drücken, sodass die Spitzen noch herausragen. Gleichmäßig verteilen.
- Für den Zimtguss weiche Butter, Zucker, Zimt und Mehl mit einer Gabel zu einer streichfähigen Paste vermischen. In kleinen Flöckchen auf den Äpfeln und dem Teig verteilen.
- Auf der mittleren Schiene 45-55 Minuten backen. Stäbchenprobe nach 45 Minuten: In die Mitte (nicht in einen Apfel) stechen – bleibt kein Teig kleben, ist der Kuchen fertig.
- Kuchen 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann Rand lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Vollständig auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird.
Notes
Die Äpfel sollten nicht zu dick geschnitten sein (ca. 0,5 cm), damit sie im Teig versinken. Der Zimtguss wird knusprig, wenn die Butter weich, aber nicht flüssig ist. Für eine vegane Version Butter durch vegane Margarine, Eier durch 2 EL Apfelmus + 1 EL Leinsamenmehl mit 3 EL Wasser und Milch durch pflanzliche Alternative ersetzen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 280
- Sugar: 20
- Sodium: 150
- Fat: 14
- Saturated Fat: 8
- Carbohydrates: 36
- Fiber: 2
- Protein: 4
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