Es gab einmal eine kleine, versteckte Gaststätte in der Münchner Au, die hieß „Zum goldenen Kohlkopf”. Die Wirtin, eine resolut freundliche Frau mit Mehlhänden, servierte dort die besten Kohlrouladen der Stadt. Nicht diese schlaffen, wässrigen Dinger, sondern feste, sattbraune Pakete, die in einer dunklen, rauchigen Soße schwammen, die man am liebsten mit dem Brot vom Teller gewischt hätte. Als die Wirtin in Rente ging und der „Goldene Kohlkopf” einer schicken Bubble-Tea-Bar wich, war das ein echter Schlag. Ich habe Jahre davon geschwärmt, habe Freunde genervt mit Beschreibungen dieser Soße – „rauchig, aber nicht aufdringlich, weißt du?”. Nach gefühlten 17 Versuchen – ich habe einmal versehentlich flüssigen Rauch reingekippt, das war eine Katastrophe – habe ich es endlich geknackt. Dieses Rezept hier ist die erfolgreiche Wiedererschaffung dieser einen, unvergesslichen Kohlroulade.
Ehrlich, wenn du dieses Gericht einmal gemacht hast, wirst du verstehen, warum ich so besessen war. Es ist nicht einfach nur ein Rezept. Es ist eine warme Decke für den Magen, ein kulinarischer Gruß aus einer Zeit, in der Essen noch Seele hatte. Die Kombination aus dem zarten, leicht süßlichen Weißkohl und dem herzhaften Hackfleisch, umhüllt von dieser unglaublich aromatischen Specksoße – das ist pure Nostalgie auf dem Teller. Vielleicht kennst du das ja: Du suchst ständig nach einem Geschmack aus der Vergangenheit, den du einfach nicht mehr finden kannst. Hör auf zu suchen. Dieser Blogpost ist dein Ziel.
Warum du diese Kohlrouladen lieben wirst
Ich habe dieses Rezept so lange getestet, bis es nicht nur gut, sondern perfekt war – genau so, wie ich es aus dem „Goldenen Kohlkopf” in Erinnerung hatte. Das ist kein 08/15-Rezept, das dir eine wässrige Pampe beschert. Hier sind die Gründe, warum du es sofort ausprobieren solltest:
- Wohlig warm & Seelenfutter pur: Perfekt für kalte Herbsttage, verregnete Sonntage oder einfach dann, wenn das Leben mal wieder eine Portion Trost braucht. Das ist Essen, das von innen wärmt.
- Rauchige Specksoße als Game-Changer: Das ist das Geheimnis! Die Soße ist nicht nur Beilage, sie ist der Star. Der geräucherte Speck gibt eine Tiefe, die du mit normaler Tomatensoße niemals hinbekommst. Einfach umwerfend.
- Einfache Zutaten, große Wirkung: Du brauchst keinen ausgefallenen Asia-Laden oder teure Spezialitäten. Alles bekommst du im normalen Supermarkt. Das ist ehrliche Hausmannskost.
- Familienfreundlich & vorbereitbar: Das Gericht kommt bei Groß und Klein gut an. Und das Beste: Es schmeckt am nächsten Tag nochmal so gut, weil die Aromen so schön durchziehen. Perfekt zum Vorkochen!
- Kein Rollen-Chaos: Ich zeige dir einen Trick, wie die Kohlblätter schön weich werden und sich perfekt rollen lassen, ohne zu reißen. Kein Frust, nur Genuss.
Was du an Zutaten brauchst
Für diese wohlig warmen Kohlrouladen mit rauchiger Specksoße verwendest du ganz einfache, aber hochwertige Zutaten. Die Qualität des Specks und des Hackfleisches macht hier den entscheidenden Unterschied. Ich schwöre auf einen richtig gut geräucherten, durchwachsenen Speck vom Metzger meines Vertrauens. Das gibt der Soße dieses unvergleichliche Aroma.
Für die Kohlrouladen:
- 1 großer Weißkohl (ca. 1,5 – 2 kg): Wähle einen festen, schweren Kopf. Die äußeren Blätter sollten unbeschädigt sein, da du sie zum Rollen brauchst.
- 500 g gemischtes Hackfleisch (Rind & Schwein): Das Verhältnis 50:50 ist ideal. Es ist saftig genug, aber hat gleichzeitig einen kräftigen Geschmack. Du kannst auch reines Rinderhack nehmen, dann werden die Rouladen etwas herzhafter.
- 1 große Zwiebel, fein gewürfelt: Sie gibt dem Hackfleisch eine schöne Saftigkeit und Würze.
- 2 EL Semmelbrösel (Paniermehl): Sie binden die Füllung und sorgen dafür, dass sie schön zusammenhält. Du kannst auch altbackenes Brötchen, eingeweicht und ausgedrückt, verwenden.
- 1 Ei (Größe M): Der Klebstoff für die Füllung. Bei einer veganen Variante kannst du es durch 2 EL Leinsamenmehl, gemischt mit 6 EL Wasser, ersetzen.
- 1 TL Salz, 1/2 TL Pfeffer, 1 TL edelsüßes Paprikapulver, 1/2 TL getrockneter Majoran: Die klassische Gewürzmischung für eine herzhafte Note. Majoran und Kohlroulade sind ein unschlagbares Duo.
- Butter oder Öl zum Anbraten: Ich nehme Butterschmalz, weil es einen hohen Rauchpunkt hat und ein nussiges Aroma verleiht.
Für die rauchige Specksoße:

- 200 g geräucherter, durchwachsener Speck, in feine Streifen geschnitten: Hier qualitativ hochwertigen Speck nehmen. Ich empfehle „Bauernfrühstücksspeck” oder „Frühstücksspeck”, der schön marmoriert ist.
- 2 EL Tomatenmark: Für die Tiefe und eine leichte Säure, die perfekt mit dem Raucharoma harmoniert.
- 500 ml kräftige Rinderbrühe (oder Gemüsebrühe): Die Basis der Soße. Ich löse gerne 2 gehäufte TL Rinderbrühe-Paste in heißem Wasser auf.
- 200 ml Sahne oder Crème fraîche: Macht die Soße schön sämig und mildert die Rauchigkeit etwas ab. Für eine leichtere Variante nimmst du Kochsahne (15% Fett).
- 1 Lorbeerblatt, 2 Wacholderbeeren: Die klassischen Gewürze für Kohlgerichte. Sie geben eine waldige, würzige Note.
- Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker: Zum finalen Abschmecken. Der Zucker nimmt die Bitterkeit vom Kohl.
Küchenhelfer, die du brauchst
Du brauchst keine Profi-Küche für dieses Rezept. Ein paar grundlegende Dinge reichen völlig aus. Ein großer Topf (mindestens 5 Liter) zum Blanchieren des Kohls ist das A und O. Ich habe mir damals einen günstigen, aber schweren Edelstahltopf gekauft – der lohnt sich für so viele Gerichte. Ein scharfes Messer und ein stabiler Schneidebesen sind auch Gold wert. Für das Schmoren der Rouladen empfehle ich einen Bräter oder eine tiefe, ofenfeste Pfanne mit Deckel. Mein alter, emaillierter Gusseisen-Bräter von einem Flohmarkt ist mein absoluter Liebling dafür. Alternativ tut es auch jede andere große Pfanne, die du mit einem Deckel verschließen kannst. Zahnstocher oder Küchengarn zum Verschließen der Rouladen solltest du auch parat haben. Einfache Holz-Zahnstocher aus dem Supermarkt tun es völlig.
Die Zubereitung – Schritt für Schritt zur perfekten Kohlroulade
Keine Sorge, das Rollen ist einfacher als du denkst. Folge einfach diesen Schritten, dann wird das ein voller Erfolg. Lass dir Zeit – das ist ein Gericht für die Seele, das seine Zeit braucht.
- Den Kohl vorbereiten (10 Minuten): Vom Weißkohl den Strunk großzügig kegelförmig herausschneiden. Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und gut salzen. Den Kohlkopf mit der Schnittfläche nach unten ins kochende Wasser geben. Nach ca. 5-7 Minuten die äußeren Blätter mit einer Zange lösen, sobald sie weich und durchscheinend sind. Das machst du, bis du etwa 10-12 große, unbeschädigte Blätter hast. Die restlichen Blätter hebst du für später auf. Die blanchierten Blätter in Eiswasser abschrecken, damit der Garprozess stoppt. Die dicken Mittelrippen der Blätter flach schneiden oder mit einem Nudelholz flach klopfen – das macht sie geschmeidig und verhindert Risse beim Rollen.
- Die Füllung zubereiten (10 Minuten): In einer großen Schüssel das Hackfleisch, die fein gewürfelte Zwiebel, die Semmelbrösel, das Ei, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Majoran gut miteinander vermengen. Ich mache das immer mit den Händen – das ist viel gründlicher als mit einem Löffel. Knete die Masse etwa 2-3 Minuten, bis sie schön geschmeidig ist. Dann einen kleinen Probeklops in einer Pfanne braten und abschmecken. Jetzt kannst du nochmal nachwürzen, falls nötig. Das ist der Moment, in dem ich beim ersten Mal gemerkt habe, dass ich zu wenig Salz hatte.
- Die Rouladen rollen (15 Minuten): Ein Kohlblatt vor dich hinlegen. Ca. 2-3 EL der Hackfleischmasse (je nach Blattgröße) auf das untere Drittel des Blattes geben. Die Seiten links und rechts über die Füllung klappen. Dann das Blatt von unten her fest aufrollen – wie eine kleine Paketrolle. Die Rolle mit einem Zahnstocher oder Küchengarn fixieren. So mit allen Blättern verfahren. Keine Angst, wenn mal ein Blatt reißt – das passiert den Besten. Einfach ein zweites, kleineres Blatt drumwickeln oder die Stelle mit einem Zahnstocher flicken.
- Die Rouladen anbraten (10 Minuten): In einem großen Bräter oder einer tiefen Pfanne etwas Butterschmalz oder Öl erhitzen. Die Kohlrouladen ringsherum scharf anbraten, bis sie eine schöne, dunkle Bräune haben. Das gibt enorm viel Geschmack! Nimm sie dann heraus und stelle sie beiseite.
- Die rauchige Specksoße zubereiten (15 Minuten): Im gleichen Topf, ohne ihn auszuwischen, den gewürfelten Speck knusprig auslassen. Das Fett vom Speck ist pure Geschmacksbombe! Dann das Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten, bis es dunkler wird und duftet. Mit der Rinderbrühe ablöschen und den Bratensatz vom Boden lösen. Die Sahne, das Lorbeerblatt und die Wacholderbeeren dazugeben. Die Soße aufkochen lassen und dann die Rouladen wieder hineinsetzen.
- Schmoren lassen (60-90 Minuten): Den Deckel auf den Topf setzen und die Kohlrouladen bei niedriger bis mittlerer Hitze (oder im Ofen bei 160°C Umluft) ca. 60-90 Minuten schmoren lassen. Je länger, desto zarter werden die Rouladen und desto intensiver wird die Soße. Zwischendurch mal vorsichtig umrühren und die Rouladen wenden, damit sie von allen Seiten schön saftig bleiben. Nach etwa 45 Minuten die restlichen, in Streifen geschnittenen Kohlblätter (die du vom Strunk übrig hast) in die Soße geben. Sie werden beim Schmoren weich und sind eine leckere Beilage.
- Abschmecken und Servieren (5 Minuten): Vor dem Servieren das Lorbeerblatt und die Wacholderbeeren aus der Soße fischen. Die Soße mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Die Kohlrouladen auf Tellern anrichten und reichlich von der rauchigen Specksoße darüber geben.
Tipps & Tricks für die perfekte Kohlroulade
Ich habe bei meinen vielen Versuchen so einiges gelernt – auch durch Misserfolge. Damit du nicht die gleichen Fehler machst, hier meine besten Tipps:
- Der größte Fehler: Zu wenig würzen! Hackfleisch und Kohl sind eher mild. Sei großzügig mit Salz, Pfeffer und Majoran. Der Probeklops ist dein bester Freund – brate ihn unbedingt vor dem Füllen der Blätter.
- Risse vermeiden: Die dicken Mittelrippen der Kohlblätter müssen wirklich flach sein. Wenn du sie mit dem Nudelholz bearbeitest, werden die Blätter geschmeidig wie Stoff. Blanchiere die Blätter nicht zu weich, sonst werden sie matschig und reißen leichter.
- Die Soße ist das Geheimnis: Lass den Speck richtig schön knusprig werden. Das Röstaroma ist der Schlüssel zur rauchigen Tiefe. Und vergiss nicht, den Bratensatz nach dem Anbraten der Rouladen mit der Brühe zu lösen – das ist geballter Geschmack.
- Geduld ist eine Tugend: Die Rouladen sollten mindestens 60 Minuten schmoren. Wenn du Zeit hast, lass sie ruhig 90 Minuten oder länger ziehen. Sie werden nur zarter und die Soße wird noch intensiver. Einmal habe ich sie sogar 2 Stunden geschmort – das war mein bester Versuch.
- Vorbereiten ist alles: Du kannst die Rouladen wunderbar am Vortag zubereiten. Einfach fertig schmoren, abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag langsam wieder erwärmen – dann schmecken sie nochmal so gut, weil die Aromen so schön durchgezogen sind.
Variationen & Abwandlungen
Dieses Grundrezept ist fantastisch, aber man kann es wunderbar an den eigenen Geschmack anpassen. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
- Für Vegetarier: Ersetze das Hackfleisch durch eine Mischung aus gekochtem Reis, gewürfelten Pilzen (Champignons oder Kräuterseitlinge) und geriebenem Käse (z.B. Gouda oder Emmentaler). Die Füllung mit denselben Gewürzen abschmecken. Die Soße kannst du mit geräuchertem Tofu anstelle des Specks zubereiten.
- Schärfere Variante: Gib eine fein gehackte Chilischote oder einen Teelöffel Chiliflocken zur Füllung. Das gibt einen schönen Kick, der perfekt mit der rauchigen Soße harmoniert. Mein Mann liebt diese Version.
- Orientalische Note: Würze die Füllung mit Kreuzkümmel, Koriander und einer Prise Zimt. Statt Sahne nimmst du Kokosmilch für die Soße. Das klingt ungewöhnlich, schmeckt aber fantastisch!
- Low-Carb Variante: Lasse die Semmelbrösel in der Füllung weg und ersetze sie durch fein geriebenen Parmesan oder Mandelmehl. Die Soße dickst du nicht mit Mehl, sondern lässt sie einfach länger einkochen.
Serviervorschlag & Aufbewahrung
Die wohlig warmen Kohlrouladen sind ein Gericht für sich, aber ein paar Beilagen machen das Mahl perfekt. Serviere sie am besten mit:
- Kartoffelpüree: Die klassische, cremige Beilage, die die rauchige Soße wunderbar aufnimmt. Ich stampfe sie immer mit etwas Muskat und einem Schuss Sahne.
- Salzkartoffeln oder Petersilienkartoffeln: Einfach und traditionell. Die Kartoffeln fangen die Soße genauso gut auf.
- Knödel (Semmel- oder Kartoffelknödel): Für die ganz Authentischen unter uns. Ein bayerischer Genuss! Dazu passt auch ein Klecks Preiselbeermarmelade – die Süße bricht die Rauchigkeit der Soße perfekt.
- Ein kräftiges Bauernbrot: Zum Dippen in die Soße – einfach göttlich.
Aufbewahrung: Übrig gebliebene Kohlrouladen halten sich im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter 3-4 Tage. Sie schmecken, wie gesagt, oft sogar noch besser. Zum Einfrieren sind sie auch bestens geeignet. Einfach komplett abkühlen lassen, in einen Gefrierbehälter geben und einfrieren. So halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank stellen und dann langsam in einem Topf erwärmen. Die Soße kann dabei etwas eindicken – einfach einen Schuss Brühe oder Wasser dazugeben.
Nährwerte & Gesundheitliches
Dieses Gericht ist zwar ein klassischer Seelentröster, aber es hat durchaus seine gesunden Seiten. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Portion (bei 4 Portionen):
| Nährwert | Menge pro Portion |
|---|---|
| Kalorien | ca. 650 kcal |
| Eiweiß | ca. 35 g |
| Fett | ca. 42 g |
| Kohlenhydrate | ca. 18 g |
Weißkohl ist ein echtes Superfood! Er steckt voller Vitamin C und K und ist reich an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern. Das Kraut enthält zudem Senföle, die entzündungshemmend wirken können. Hackfleisch liefert hochwertiges Eiweiß und Eisen. Klar, der Speck und die Sahne machen es nicht zu einem Diätgericht, aber in Maßen genossen ist es ein wunderbar nahrhaftes und wärmendes Essen. Ich persönlich finde, dass so ein Gericht am Sonntag nach einer langen Woche einfach zur Seelenhygiene dazugehört.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch andere Kohlsorten verwenden?
Ja, absolut! Du kannst auch Wirsing oder Spitzkohl verwenden. Wirsing ist etwas milder und hat krausere Blätter, die etwas schwieriger zu rollen sind. Spitzkohl ist zarter und die Blätter sind oft kleiner – dann werden die Rouladen halt etwas kleiner, schmecken aber genauso gut.
Warum zerfallen meine Kohlrouladen beim Kochen?
Das passiert meistens, wenn die Rouladen nicht fest genug gerollt oder die Blätter zu weich blanchiert wurden. Achte darauf, die Seiten gut zu überlappen und die Rolle mit einem Zahnstocher zu fixieren. Außerdem sollten die Rouladen vor dem Schmoren scharf angebraten werden – das gibt ihnen Stabilität.
Kann ich die Kohlrouladen auch im Ofen zubereiten?
Ja, das ist sogar eine sehr gute Methode! Brate die Rouladen wie beschrieben in einem ofenfesten Bräter an, gieße die Soße an und decke den Bräter ab. Dann schiebst du ihn bei 160°C Umluft für ca. 60-75 Minuten in den Ofen. Das gleichmäßige Garen verhindert ein Anbrennen und die Rouladen werden besonders zart.
Die Soße ist zu dünn. Was kann ich tun?
Kein Problem! Wenn die Soße nach dem Schmoren noch zu flüssig ist, nimmst du die Rouladen einfach heraus und lässt die Soße ohne Deckel bei mittlerer Hitze etwas einkochen, bis sie die gewünschte Konsistenz hat. Du kannst sie auch mit etwas in kaltem Wasser angerührter Speisestärke binden – einfach einrühren und kurz aufkochen lassen.
Kann ich die Kohlrouladen einfrieren?
Ja, sie eignen sich hervorragend zum Einfrieren. Lasse sie nach dem Schmoren komplett abkühlen, fülle sie in einen gefriergeeigneten Behälter und friere sie ein. Sie halten sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank legen und dann langsam in einem Topf erwärmen. Die Soße wird beim Auftauen oft etwas wässriger, also lass sie am Ende nochmal etwas einkochen.
Fazit – Dein neues Lieblingsrezept für kalte Tage
Diese wohlig warmen Kohlrouladen mit rauchiger Specksoße sind mehr als nur ein Rezept – sie sind eine Einladung, in die Welt der ehrlichen, tröstenden Hausmannskost einzutauchen. Sie sind das Ergebnis meiner eigenen kleinen Obsession, einen verlorenen Geschmack wiederzufinden, und ich bin so froh, dass ich ihn mit dir teilen kann. Probiere es aus! Hab keine Angst vor dem Rollen, und lass dich von dem Duft, der durch deine Küche zieht, belohnen. Es ist ein Gericht, das man mit Liebe und etwas Geduld kocht und das einem das Gefühl gibt, genau richtig zu sein. Ich bin mir sicher, dass dieses Rezept auch bei dir und deiner Familie zum absoluten Favoriten wird.
Hast du das Rezept ausprobiert? Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie es dir gelungen ist! Welche Beilage hattest du dazu? Oder hast du eine eigene Variante ausprobiert? Teile deine Erfahrungen mit mir und der Community – gemeinsam machen wir die Hausmannskost wieder groß!
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Wohlig warme Kohlrouladen mit rauchiger Specksoße – einfaches Hausrezept
Diese festen, sattbraunen Kohlrouladen schwimmen in einer dunklen, rauchigen Specksoße und sind pure Nostalgie auf dem Teller. Ein wärmendes Seelenfutter für kalte Tage, das an die beste Hausmannskost erinnert.
- Prep Time: 25 Minuten
- Cook Time: 75 Minuten
- Total Time: 100 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1 großer Weißkohl (ca. 1,5–2 kg)
- 500 g gemischtes Hackfleisch (Rind & Schwein, 50:50)
- 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 EL Semmelbrösel (Paniermehl)
- 1 Ei (Größe M)
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1/2 TL getrockneter Majoran
- Butter oder Öl zum Anbraten (z. B. Butterschmalz)
- 200 g geräucherter, durchwachsener Speck, in feine Streifen geschnitten
- 2 EL Tomatenmark
- 500 ml kräftige Rinderbrühe (oder Gemüsebrühe)
- 200 ml Sahne oder Crème fraîche
- 1 Lorbeerblatt
- 2 Wacholderbeeren
- Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker zum Abschmecken
Instructions
- Den Kohl vorbereiten: Vom Weißkohl den Strunk kegelförmig herausschneiden. Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Kohlkopf mit der Schnittfläche nach unten ins kochende Wasser geben. Nach 5–7 Minuten die äußeren Blätter mit einer Zange lösen, sobald sie weich und durchscheinend sind. Dies wiederholen, bis du etwa 10–12 große, unbeschädigte Blätter hast. Die restlichen Blätter für später aufheben. Die blanchierten Blätter in Eiswasser abschrecken. Die dicken Mittelrippen der Blä…
- Die Füllung zubereiten: In einer großen Schüssel das Hackfleisch, die fein gewürfelte Zwiebel, die Semmelbrösel, das Ei, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Majoran gut miteinander vermengen (am besten mit den Händen, 2–3 Minuten kneten). Einen kleinen Probeklops in einer Pfanne braten und abschmecken, bei Bedarf nachwürzen.
- Die Rouladen rollen: Ein Kohlblatt vor sich hinlegen. Ca. 2–3 EL der Hackfleischmasse auf das untere Drittel des Blattes geben. Die Seiten links und rechts über die Füllung klappen. Das Blatt von unten her fest aufrollen. Die Rolle mit einem Zahnstocher oder Küchengarn fixieren. Mit allen Blättern verfahren.
- Die Rouladen anbraten: In einem großen Bräter oder einer tiefen Pfanne etwas Butterschmalz oder Öl erhitzen. Die Kohlrouladen ringsherum scharf anbraten, bis sie eine schöne, dunkle Bräune haben. Herausnehmen und beiseitestellen.
- Die rauchige Specksoße zubereiten: Im gleichen Topf (ohne Auswischen) den gewürfelten Speck knusprig auslassen. Das Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten, bis es dunkler wird und duftet. Mit der Rinderbrühe ablöschen und den Bratensatz vom Boden lösen. Die Sahne, das Lorbeerblatt und die Wacholderbeeren dazugeben. Die Soße aufkochen lassen.
- Schmoren lassen: Die Rouladen wieder in die Soße setzen. Den Deckel auf den Topf setzen und bei niedriger bis mittlerer Hitze (oder im Ofen bei 160°C Umluft) ca. 60–90 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch vorsichtig umrühren und die Rouladen wenden. Nach etwa 45 Minuten die restlichen, in Streifen geschnittenen Kohlblätter in die Soße geben.
- Abschmecken und Servieren: Vor dem Servieren das Lorbeerblatt und die Wacholderbeeren aus der Soße fischen. Die Soße mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Die Kohlrouladen auf Tellern anrichten und reichlich von der rauchigen Specksoße darüber geben.
Notes
Die Rouladen schmecken am nächsten Tag noch besser, da die Aromen durchziehen. Zum Vorbereiten einfach fertig schmoren, abkühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren langsam wieder erwärmen. Die Soße kann bei Bedarf mit etwas in kaltem Wasser angerührter Speisestärke gebunden werden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion (ca. 2 Rou
- Calories: 650
- Sugar: 8
- Sodium: 12
- Fat: 42
- Saturated Fat: 18
- Carbohydrates: 18
- Fiber: 5
- Protein: 35
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