Es war ein verregneter Samstag im Oktober, und eigentlich sollte heute Abend ein ganz anderes Gericht auf den Tisch kommen. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, eine klassische Rinderroulade zu machen – mit Speck, Zwiebeln und ordentlich Rotwein. Aber dann stand ich da, mit einer eingekauften Entenbrust statt der erhofften Rinderroulade. Mein Kopf war noch beim Marktbesuch, wo die glänzende, goldbraune Haut der Ente mich so angelacht hatte. „Die nehm ich mit”, dachte ich, „die wird bestimmt lecker.” Nur: Was zur Hölle mache ich mit einer Entenbrust an einem kühlen Herbstabend, wenn ich eigentlich ein deftiges Schmorgericht wollte?
Ich stand in meiner kleinen Küche, der Regen prasselte gegen das Fenster, und die Entenbrust lag vor mir wie ein Fragezeichen. Der Rotkohl, den ich für die Rouladen gekauft hatte, lag auch noch da – ein halber Kopf, der irgendwie traurig aussah. Und dann, in einem dieser Momente, in denen man einfach nicht mehr nachdenkt, sondern handelt, habe ich beschlossen: Die Ente trifft den Rotkohl. Knusprig, würzig, herbstlich. Und ehrlich? Das war die beste Entscheidung seit Langem. Der Duft von gebratener Ente und süß-saurem Rotkohl zog durch die Wohnung, und als mein Nachbar an die Tür klopfte, weil er dachte, ich hätte ein Festessen geplant, wusste ich: Das Rezept musste ich unbedingt aufschreiben.
Manchmal sind es die verrücktesten Kombinationen, die am Ende perfekt harmonieren. Die knusprige Haut der Ente, das zarte Fleisch und der leicht säuerliche Rotkohl – das ist wie ein Herbstspaziergang auf dem Teller. Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn ein Gericht einfach alles richtig macht. Dieses hier macht es. Und ich bin froh, dass ich damals die falsche Zutat gekauft habe.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
Dieses Gericht ist kein Standard-Rezept, das du schnell mal nebenbei kochst. Es ist eine Liebeserklärung an den Herbst – und an die Ente. Aber keine Sorge: Es ist einfacher, als du denkst. Hier ist, warum es sich lohnt:
- Schnell & unkompliziert: In nur 45 Minuten hast du ein Gericht, das aussieht, als hättest du stundenlang geschuftet. Perfekt für überraschende Gäste oder ein gemütliches Abendessen unter der Woche.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keine exotischen Gewürze oder teuren Zutaten. Entenbrust, Rotkohl, ein paar Äpfel und Gewürze – das ist alles. Die meisten hast du bestimmt schon zu Hause.
- Perfekt für den Herbst: Wenn die Blätter fallen und die Tage kürzer werden, gibt es kaum etwas Besseres als ein warmes, herzhaftes Gericht. Dieses Rezept passt perfekt zu einem gemütlichen Sonntagsessen oder einem besonderen Abend mit Freunden.
- Ein echter Publikumsliebling: Ich habe es schon oft gekocht – für Familie, Freunde, Kollegen. Jeder war begeistert. Die Kombination aus knuspriger Haut und zartem Fleisch ist einfach unwiderstehlich.
- Wahnsinnig lecker: Der Rotkohl wird mit Apfel und Gewürzen verfeinert, die Ente bekommt eine würzige Kruste. Das ist Comfort Food auf einem ganz neuen Level.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die perfekte Balance zwischen süß, sauer und herzhaft. Der Rotkohl ist nicht zu süß, die Ente nicht zu fettig. Und die Kruste wird so knusprig, dass du sie fast knirschen hörst. Ich habe unzählige Versionen ausprobiert – mit Orangenschale, mit Sternanis, mit Rotwein – aber diese hier ist die beste. Sie ist einfach, aber raffiniert. Und sie schmeckt nach genau dem, was der Herbst braucht: Wärme, Geborgenheit und ein bisschen Luxus.
Was du an Zutaten brauchst
Für dieses Rezept brauchst du nicht viel – aber die Qualität der Zutaten macht den Unterschied. Ich kaufe meine Entenbrust am liebsten beim Metzger meines Vertrauens, aber auch gut gekühlte Entenbrust aus dem Supermarkt funktioniert hervorragend. Wichtig ist, dass die Haut schön gleichmäßig ist und das Fleisch eine frische, rosige Farbe hat. Hier ist die vollständige Liste:
Für die Entenbrust:
- 2 Entenbrüste (je ca. 250-300 g) – am besten mit Haut, für die perfekte Kruste
- 1 TL grobes Meersalz – zum Einreiben und für die Kruste
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 1 TL getrockneter Thymian – oder 2-3 frische Zweige, wenn du sie hast
- 1 Knoblauchzehe, leicht angedrückt – für das Aroma beim Braten
- 1 EL Butterschmalz oder neutrales Öl – zum Anbraten
Für den Rotkohl:

- 1 kleiner Rotkohl (ca. 500-600 g) – in feine Streifen geschnitten oder gehobelt
- 1 großer Apfel (z.B. Boskop oder Elstar) – geschält, entkernt und in kleine Würfel geschnitten
- 1 Zwiebel – fein gewürfelt
- 2 EL Butterschmalz oder Butter
- 100 ml Rotwein (optional, aber empfehlenswert) – oder 100 ml Apfelsaft für eine alkoholfreie Variante
- 2 EL Apfelessig – für die Säure
- 1 EL brauner Zucker – oder Honig, für die Süße
- 1 Lorbeerblatt
- 3-4 Gewürznelken
- 1 Zimtstange (ca. 3 cm) – oder 1/2 TL gemahlener Zimt
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zum Garnieren (optional):
- Frische Petersilie oder Thymianzweige
- Ein Schuss Sahne oder Crème fraîche – für eine cremigere Note
Ein kleiner Tipp von mir: Wenn du den Rotkohl am Vortag zubereitest, schmeckt er noch besser. Die Aromen ziehen dann richtig durch. Ich mache oft gleich die doppelte Menge und wärme ihn einfach auf. Das spart Zeit und der Geschmack wird intensiver. Und falls du keinen Rotwein magst: Apfelsaft oder sogar ein Schuss Orangensaft funktioniert auch wunderbar. Der Apfelessig sorgt für die nötige Säure, also lass ihn nicht weg.
Welche Küchengeräte du brauchst
Für dieses Rezept brauchst du kein Profi-Equipment. Die meisten Sachen hast du bestimmt schon in deiner Küche. Hier ist, was ich verwende:
- Eine gute beschichtete Pfanne – am besten mit schwerem Boden, damit die Ente gleichmäßig brät. Ich schwöre auf meine gusseiserne Pfanne, aber jede beschichtete Pfanne tut es auch.
- Ein scharfes Messer – zum Schneiden des Rotkohls und der Ente. Ein stumpfes Messer macht hier nur Frust.
- Ein Schneidebrett – am besten aus Holz, das schont die Messer.
- Einen großen Topf – für den Rotkohl. Er sollte mindestens 3 Liter fassen.
- Eine Küchenreibe oder einen Gemüsehobel – für den Rotkohl. Ja, du kannst ihn auch von Hand schneiden, aber der Hobel spart Zeit und sorgt für gleichmäßige Streifen.
- Eine Zange – zum Wenden der Entenbrust. Bitte keine Gabel, sonst verlierst du den Saft!
- Ein Küchenthermometer – optional, aber hilfreich. Die perfekte Kerntemperatur für Entenbrust liegt bei 54-56°C für medium-rare. Wenn du es durchgegart magst, sind es 60-62°C.
Falls du keinen Hobel hast: Kein Problem. Schneide den Rotkohl einfach in feine Streifen, so dünn wie möglich. Das dauert etwas länger, aber es lohnt sich. Und falls du keinen Rotwein zur Hand hast: Nimm Apfelsaft oder Brühe. Der Geschmack wird etwas milder, aber immer noch lecker.
Die Zubereitung: Schritt für Schritt
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist einfacher, als es klingt. Ich zeige dir, wie du die perfekte knusprige Entenbrust mit Rotkohl hinbekommst – mit all meinen Tricks und Fehlern, die ich selbst gemacht habe.
Schritt 1: Den Rotkohl vorbereiten (ca. 10 Minuten)
Zuerst kümmern wir uns um den Rotkohl. Er braucht etwas länger, also starten wir mit ihm. Schneide den Rotkohl in feine Streifen. Am besten halbierst du den Kopf, entfernst den Strunk und legst die flache Seite auf das Schneidebrett. Dann mit einem scharfen Messer oder dem Hobel in dünne Streifen schneiden. Je dünner, desto schneller gart er später.
Die Zwiebel schälst du und würfelst sie fein. Den Apfel schälst du, entkernst ihn und schneidest ihn in kleine Würfel. Ich lasse die Schale manchmal dran, wenn der Apfel bio ist – das gibt extra Farbe und Ballaststoffe.
Schritt 2: Den Rotkohl anschwitzen (ca. 15 Minuten)
Erhitze in einem großen Topf 2 EL Butterschmalz bei mittlerer Hitze. Gib die Zwiebelwürfel hinein und glasieren sie an, etwa 2-3 Minuten. Dann den Apfel dazugeben und kurz mitbraten, bis er leicht gebräunt ist. Jetzt kommt der Rotkohl dazu. Alles gut vermischen und 2-3 Minuten anschwitzen, bis der Kohl leicht zusammenfällt.
Lösche mit dem Rotwein (oder Apfelsaft) und dem Apfelessig ab. Rühre den braunen Zucker, das Lorbeerblatt, die Nelken und die Zimtstange unter. Würze mit einer Prise Salz und Pfeffer. Jetzt deckst du den Topf ab und lässt den Rotkohl bei niedriger Hitze 30-40 Minuten köcheln. Zwischendurch immer mal umrühren, damit nichts anbrennt.
Schritt 3: Die Entenbrust vorbereiten (ca. 5 Minuten)
Während der Rotkohl vor sich hin köchelt, kümmern wir uns um die Ente. Nimm die Entenbrüste aus dem Kühlschrank und tupfe sie mit Küchenpapier trocken. Das ist wichtig, denn Feuchtigkeit verhindert die knusprige Kruste. Mit einem scharfen Messer schneidest du die Haut in einem rautenförmigen Muster ein – aber nur die Haut, nicht das Fleisch! Das hilft, das Fett auszulassen und die Haut knusprig zu bekommen.
Reibe die Entenbrüste von beiden Seiten mit Salz, Pfeffer und Thymian ein. Lass sie 5 Minuten ruhen, damit die Gewürze einziehen können.
Schritt 4: Die Entenbrust braten (ca. 15 Minuten)
Erhitze eine Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze. Ja, ohne Fett! Die Entenhaut gibt selbst genug Fett ab. Lege die Entenbrüste mit der Hautseite nach unten in die kalte Pfanne. Das klingt komisch, aber so wird die Haut besonders knusprig. Schalte die Hitze auf mittlere Stufe und brate die Ente 8-10 Minuten, bis die Haut goldbraun und knusprig ist. Das Fett wird dabei ausgelassen – du kannst es später für Bratkartoffeln verwenden!
Wende die Entenbrüste mit der Zange und brate die Fleischseite 3-4 Minuten an. Gib die angedrückte Knoblauchzehe mit in die Pfanne – das gibt ein feines Aroma. Wenn du ein Thermometer hast: Die Kerntemperatur sollte jetzt bei 50-52°C liegen. Nimm die Ente aus der Pfanne und lasse sie auf einem Brett 5 Minuten ruhen. Das ist wichtig, damit der Saft sich setzt.
Schritt 5: Alles anrichten (ca. 5 Minuten)
Während die Ente ruht, schmeckst du den Rotkohl ab. Entferne das Lorbeerblatt, die Nelken und die Zimtstange. Der Rotkohl sollte weich, aber noch bissfest sein. Schmecke mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Apfelessig ab – die Säure sorgt für den richtigen Kick.
Schneide die Entenbrust in dünne Scheiben – quer zur Faser, dann bleibt sie schön zart. Richte den Rotkohl auf Tellern an, lege die Entenscheiben darauf und garniere mit frischen Kräutern. Wer mag, gibt noch einen Klecks Crème fraîche dazu – das mildert die Säure des Rotkohls.
Kochtipps & Techniken für die perfekte Entenbrust
Die knusprige Haut ist das Herz dieses Gerichts. Und ich habe einiges ausprobiert, bis ich es perfekt hinbekommen habe. Hier sind meine besten Tipps:
Das Geheimnis der knusprigen Haut: Der Trick ist, die Ente in die kalte Pfanne zu legen. Das klingt ungewöhnlich, aber so wird das Fett langsam ausgelassen, ohne dass die Haut verbrennt. Wenn du die Ente in heiße Pfanne legst, wird die Haut schnell braun, aber das Fett bleibt drin – und die Haut wird weich. Also: Ente in die kalte Pfanne, dann erst einschalten. Geduld ist hier der Schlüssel.
Die richtige Temperatur: Entenbrust ist am besten, wenn sie innen noch rosig ist. Medium-rare (54-56°C) ist perfekt. Wenn du sie durchgegart magst (60-62°C), wird das Fleisch etwas trockener, aber immer noch lecker. Ich empfehle ein Fleischthermometer – es nimmt das Rätselraten raus.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest: Ich habe schon oft die Haut zu früh gewendet. Das ist ein klassischer Anfängerfehler. Warte, bis die Haut wirklich goldbraun ist, bevor du sie umdrehst. Und: Nie die Haut mit einer Gabel einstechen! Das macht Löcher, durch die der Saft austritt – und das Fleisch wird trocken. Verwende immer eine Zange.
Multitasking in der Küche: Der Rotkohl kann ruhig vor sich hin köcheln, während du die Ente brätst. So sparst du Zeit und alles ist gleichzeitig fertig. Ich bereite den Rotkohl oft schon am Vortag zu – er schmeckt dann noch besser, weil die Aromen durchziehen. Am nächsten Tag einfach aufwärmen und die Ente frisch braten. Perfekt für ein entspanntes Abendessen.
Variationen & Anpassungen
Dieses Rezept ist eine tolle Basis, aber du kannst es nach deinem Geschmack anpassen. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
Für eine leichtere Variante: Ersetze das Butterschmalz durch Kokosöl und den Rotwein durch Apfelsaft. Der Rotkohl wird dann etwas fruchtiger, aber immer noch herzhaft. Und statt der Crème fraîche nimmst du einen Schuss pflanzliche Sahne.
Mit einer Orangennote: Gib die Schale einer Bio-Orange und einen Schuss Orangensaft zum Rotkohl. Das gibt eine frische, winterliche Note. Dazu passt auch ein Klecks Preiselbeermarmelade – klassisch und lecker.
Für eine vegane Variante: Tausche die Ente gegen ein gebratenes Portobello-Steak oder ein pflanzliches Hähnchenfilet. Der Rotkohl bleibt gleich – er ist ja schon vegan. Das Gericht wird dann leichter, aber immer noch herbstlich und sättigend.
Mit einer asiatischen Note: Ich habe einmal Ingwer und Sternanis zum Rotkohl gegeben – das war eine Offenbarung. Die Schärfe des Ingwers und die Süße des Sternanis passen überraschend gut zur Ente. Dazu ein Schuss Sojasauce – aber vorsichtig mit dem Salz.
Für den besonderen Anlass: Serviere die Entenbrust auf einem Bett aus Rotkohl mit einer Rotwein-Schokoladen-Sauce. Ja, Schokolade! Einfach etwas Zartbitterschokolade in den Rotwein schmelzen – das gibt eine unglaublich samtige Sauce, die perfekt zur Ente passt.
Servier- & Aufbewahrungstipps
Dieses Gericht schmeckt am besten, wenn es frisch zubereitet wird. Aber auch am nächsten Tag ist es noch ein Genuss – vorausgesetzt, du bewahrst es richtig auf.
Servieren: Ich serviere die Entenbrust am liebsten auf einem großen Teller, mit dem Rotkohl als Bett. Dazu passen Kartoffelklöße oder selbstgemachte Spätzle – die nehmen die Sauce wunderbar auf. Ein Glas Rotwein (z.B. Spätburgunder oder Dornfelder) rundet das Ganze ab. Für einen alkoholfreien Genuss: Apfelsaft mit einem Schuss Ingwersirup.
Aufbewahrung: Der Rotkohl hält sich im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter bis zu 5 Tage. Die Entenbrust solltest du am besten am Tag des Kochens essen – sie wird sonst trocken. Wenn du Reste hast, schneide die Ente in Scheiben und wärme sie kurz in der Pfanne auf. Nicht in der Mikrowelle, das macht das Fleisch zäh.
Einfrieren: Der Rotkohl lässt sich hervorragend einfrieren. Einfach abkühlen lassen, in Gefrierbeutel füllen und bis zu 3 Monate einfrieren. Die Entenbrust solltest du nicht einfrieren – die Haut wird dann matschig. Bereite sie lieber frisch zu.
Reheating-Tipps: Den Rotkohl wärmst du am besten in einem Topf bei niedriger Hitze auf. Gib einen Schuss Wasser oder Brühe dazu, damit er nicht anbrennt. Die Ente: In einer heißen Pfanne ohne Fett von beiden Seiten 1-2 Minuten anbraten – so wird die Haut wieder knusprig.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Entenbrust ist nicht nur lecker, sondern auch überraschend gesund. Sie ist reich an Eiweiß und enthält viele B-Vitamine, die wichtig für den Energiestoffwechsel sind. Rotkohl wiederum ist ein echtes Superfood: Er steckt voller Vitamin C, Ballaststoffe und Antioxidantien, die das Immunsystem stärken – perfekt für die kalte Jahreszeit.
Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Portion (ohne Beilagen):
- Kalorien: ca. 450-500 kcal
- Eiweiß: 30-35 g
- Fett: 25-30 g (davon ca. 8 g gesättigte Fettsäuren)
- Kohlenhydrate: 20-25 g (davon ca. 15 g Zucker)
- Ballaststoffe: 5-7 g
Die Werte können je nach Größe der Entenbrust und verwendeten Zutaten variieren. Wenn du auf eine kalorienärmere Variante achtest, reduziere die Menge an Butterschmalz und nimm magerere Entenbrust. Der Rotkohl ist von Natur aus fettarm und ballaststoffreich – also gönn dir ruhig eine zweite Portion!
Fazit: Warum dieses Rezept ein Herbst-Must-Have ist
Dieses Gericht ist für mich der Inbegriff des Herbstes. Es ist warm, herzhaft und voller Aromen, die an bunte Blätter und kuschelige Abende erinnern. Die knusprige Entenbrust mit dem süß-sauren Rotkohl ist mehr als nur ein Rezept – es ist ein Erlebnis. Und das Beste: Es ist einfacher zuzubereiten, als du denkst. Du musst kein Profikoch sein, um dieses Gericht hinzubekommen. Ein bisschen Geduld, ein scharfes Messer und die richtige Technik – schon hast du ein Festmahl auf dem Tisch.
Ich liebe es, wie sich die Aromen verbinden: das Fett der Ente, die Säure des Rotkohls, die Süße des Apfels. Es ist wie eine Umarmung auf dem Teller. Und jedes Mal, wenn ich es koche, bin ich ein bisschen stolz, dass ich damals die falsche Zutat gekauft habe. Vielleicht geht es dir ja auch so – probiere es aus, und lass dich überraschen. Und wenn du eine eigene Variante findest, schreib es mir in die Kommentare. Ich bin gespannt, was dir einfällt!
Also, ran an den Herd. Der Herbst wartet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich den Rotkohl auch im Slow Cooker zubereiten?
Ja, das geht wunderbar! Gib alle Zutaten für den Rotkohl in den Slow Cooker und lass ihn 4-6 Stunden auf niedriger Stufe köcheln. Die Ente brätst du dann wie gewohnt in der Pfanne. So sparst du Zeit und der Rotkohl wird besonders zart.
Wie bekomme ich die Entenhaut richtig knusprig?
Der wichtigste Trick: Die Ente in die kalte Pfanne legen und langsam erhitzen. So wird das Fett ausgelassen, ohne dass die Haut verbrennt. Außerdem solltest du die Haut vor dem Braten trocken tupfen – Feuchtigkeit ist der Feind der Knusprigkeit.
Kann ich das Rezept vegetarisch zubereiten?
Absolut! Ersetze die Ente durch ein gebratenes Portobello-Steak oder ein pflanzliches Hähnchenfilet. Der Rotkohl bleibt gleich. Für eine vegane Variante tauschst du das Butterschmalz gegen Kokosöl und die Crème fraîche gegen pflanzliche Sahne.
Welcher Rotwein eignet sich am besten für den Rotkohl?
Ich empfehle einen trockenen Rotwein wie Spätburgunder oder Dornfelder. Die Säure des Weins harmoniert perfekt mit dem süßen Apfel und dem würzigen Kohl. Wenn du keinen Wein magst, nimm Apfelsaft oder einen Schuss Balsamico-Essig.
Kann ich den Rotkohl einfrieren?
Ja, der Rotkohl lässt sich hervorragend einfrieren. Lass ihn einfach abkühlen, fülle ihn in Gefrierbeutel und friere ihn bis zu 3 Monate ein. Zum Servieren taust du ihn im Kühlschrank auf und wärmst ihn in einem Topf auf. Die Ente sollte aber immer frisch zubereitet werden.
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Knackige Entenbrust mit Rotkohl: Das beste Herbstrezept
Ein herzhaftes Herbstgericht mit knuspriger Entenbrust und süß-saurem Rotkohl, das in nur 45 Minuten zubereitet ist. Perfekt für gemütliche Abende und überraschende Gäste.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 30 Minuten
- Total Time: 45 Minuten
- Yield: 2 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 2 Entenbrüste (je ca. 250-300 g)
- 1 TL grobes Meersalz
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 1 TL getrockneter Thymian
- 1 Knoblauchzehe, leicht angedrückt
- 1 EL Butterschmalz oder neutrales Öl
- 1 kleiner Rotkohl (ca. 500–600 g), in feine Streifen geschnitten
- 1 großer Apfel (z.B. Boskop oder Elstar), geschält, entkernt und gewürfelt
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 EL Butterschmalz oder Butter
- 100 ml Rotwein (optional) oder 100 ml Apfelsaft
- 2 EL Apfelessig
- 1 EL brauner Zucker oder Honig
- 1 Lorbeerblatt
- 3–4 Gewürznelken
- 1 Zimtstange (ca. 3 cm) oder 1/2 TL gemahlener Zimt
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Frische Petersilie oder Thymianzweige zum Garnieren (optional)
- Ein Schuss Sahne oder Crème fraîche (optional)
Instructions
- Rotkohl vorbereiten: Rotkohl in feine Streifen schneiden, Zwiebel fein würfeln, Apfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
- Rotkohl anschwitzen: In einem großen Topf 2 EL Butterschmalz bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebelwürfel darin glasieren (2-3 Minuten). Apfel zugeben und kurz mitbraten, bis er leicht gebräunt ist. Rotkohl zugeben, alles vermischen und 2-3 Minuten anschwitzen, bis der Kohl leicht zusammenfällt.
- Rotkohl köcheln: Mit Rotwein (oder Apfelsaft) und Apfelessig ablöschen. Braunen Zucker, Lorbeerblatt, Nelken und Zimtstange unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Topf abdecken und bei niedriger Hitze 30-40 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren.
- Entenbrust vorbereiten: Entenbrüste aus dem Kühlschrank nehmen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Haut in einem rautenförmigen Muster einschneiden (nur die Haut). Von beiden Seiten mit Salz, Pfeffer und Thymian einreiben. 5 Minuten ruhen lassen.
- Entenbrust braten: Eine Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze erhitzen. Entenbrüste mit der Hautseite nach unten in die kalte Pfanne legen. Bei mittlerer Hitze 8-10 Minuten braten, bis die Haut goldbraun und knusprig ist. Mit einer Zange wenden und die Fleischseite 3-4 Minuten anbraten. Angedrückte Knoblauchzehe zugeben. Kerntemperatur sollte 50-52°C betragen. Ente aus der Pfanne nehmen und 5 Minuten ruhen lassen.
- Anrichten: Lorbeerblatt, Nelken und Zimtstange aus dem Rotkohl entfernen. Rotkohl mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Apfelessig abschmecken. Entenbrust in dünne Scheiben schneiden (quer zur Faser). Rotkohl auf Tellern anrichten, Entenscheiben darauflegen und mit frischen Kräutern garnieren. Nach Belieben mit Crème fraîche servieren.
Notes
Der Rotkohl schmeckt noch besser, wenn er am Vortag zubereitet wird. Die Ente sollte in die kalte Pfanne gelegt werden, um eine knusprige Haut zu erhalten. Für eine alkoholfreie Variante kann der Rotwein durch Apfelsaft ersetzt werden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion
- Calories: 450500
- Sugar: 15
- Fat: 2530
- Saturated Fat: 8
- Carbohydrates: 2025
- Fiber: 57
- Protein: 3035
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