Ich war letzten Herbst auf dem kleinen Wochenmarkt in unserem Viertel, eigentlich nur auf der Suche nach ein paar Äpfeln für den Sonntagskuchen. Die Kinder hatten schon wieder diesen “nicht schon wieder Apfelkuchen”-Blick aufgesetzt, wissen Sie? Da stand ich also zwischen den Ständen, als die ältere Bäuerin vom Hof am Stadtrand mir eine dieser unförmigen, gelben Früchte in die Hand drückte. “Die sind was Besonderes”, sagte sie mit einem verschmitzten Lächeln. “Die meisten Leute laufen dran vorbei, weil sie nicht wissen, was sie damit machen sollen.” Ich muss zugeben, ich war auch skeptisch. Quitten – dieses harte, pelzige Obst, das man roh kaum runterbekommt. Aber sie bestand darauf, mir ihr Rezept zu verraten: “Einfach aus einer Schüssel, mit Mandeln. Mehr braucht es nicht.”
Also stand ich am nächsten Samstag mit einer Tüte voller Quitten in der Küche. Die Kinder waren beim Spielen, der Kaffee wurde kalt, und ich hatte diesen Moment der Stille – wissen Sie, diese seltenen fünf Minuten, in denen man einfach mal was ausprobieren kann. Ehrlich gesagt, ich hatte meine Zweifel. Quitten sind schließlich nicht gerade das, was man als “einfach” bezeichnet. Aber die Bäuerin hatte recht: Dieser saftige Quitten-Mandelkuchen ist tatsächlich der unkomplizierteste Kuchen, den ich kenne. Kein stundenlanges Schälen, kein kompliziertes Abwiegen – einfach alles in eine Schüssel, kurz verrühren, und ab in den Ofen.
Was mich wirklich umgehauen hat? Die Art, wie die Quitten beim Backen ihr Aroma entfalten. Da ist dieses blumige, fast an Rosen erinnernde Parfüm, das sich mit den gerösteten Mandeln verbindet. Und die Konsistenz – himmlisch saftig, aber nicht schwer. Ich habe den Kuchen damals zum Sonntagskaffee serviert, und mein Mann, der normalerweise eher der “Schokokuchen-Typ” ist, hat sich zwei Stücke nachgeholt. Die Kinder haben natürlich nur die Mandelstückchen rausgepickt, aber hey – wenigstens haben sie die Quitten gegessen, ohne zu meckern. Und das ist doch der wahre Sieg, oder?
Seitdem backe ich diesen Kuchen jedes Jahr, sobald die ersten Quitten auf dem Markt sind. Es ist inzwischen so was wie unser herbstliches Familienritual geworden. Der Duft, der durch die Wohnung zieht, wenn der Kuchen im Ofen ist – das ist für mich der Geruch von gemütlichen Sonntagnachmittagen. Vielleicht haben Sie ja auch schon mal vor einer Quitte gestanden und sich gefragt, was man damit anfangen soll? Dann ist dieses Rezept genau der richtige Einstieg. Versprochen, es wird nicht das letzte Mal sein, dass Sie ihn backen.
Warum Sie diesen saftigen Quitten-Mandelkuchen lieben werden
Ich habe diesen Kuchen inzwischen bestimmt ein Dutzend Mal gebacken – für Geburtstage, für Kaffeekränzchen, und ja, auch mal einfach so an einem verregneten Dienstag. Und jedes Mal bin ich aufs Neue überrascht, wie gut er ankommt. Hier ist, warum ich glaube, dass er auch in Ihrer Küche zum Lieblingsrezept wird:
- Schnell und einfach: Der Teig ist in 10 Minuten zusammengerührt. Keine aufwendige Technik, kein stundenlanges Rühren – wirklich “einfach aus einer Schüssel”. Perfekt für den hektischen Familienalltag.
- Günstige Zutaten: Bis auf die Quitten (die im Herbst zum Glück überall günstig zu haben sind) haben Sie wahrscheinlich alles zu Hause. Mehl, Zucker, Eier, Butter, Mandeln – das sind echte Vorratsdinger.
- Praktisch für die ganze Woche: Der Kuchen bleibt tagein, tagaus saftig. Ideal zum Mitnehmen für die Brotdose oder als schneller Snack nach der Schule. Er schmeckt sogar am dritten Tag noch fantastisch.
- Perfekt für wählerische Esser: Meine Kinder sind nicht gerade begeistert von “gesundem” Gebäck. Aber die feinen Mandelstückchen und die dezente Süße der Quitten – das mögen selbst die größten Muffel.
- Unvergleichlich saftig: Quitten geben beim Backen viel Feuchtigkeit ab, ohne dass der Kuchen matschig wird. In Kombination mit den Mandeln entsteht eine Textur, die einfach himmlisch ist. Echt jetzt, das müssen Sie selbst erleben.
Dieser Kuchen ist nicht einfach nur ein weiteres Rezept. Er ist die Art von Kuchen, bei dem man nach dem ersten Bissen die Augen schließt und kurz innehalten muss. Nicht, weil er besonders aufwendig wäre, sondern weil er so ehrlich und wohltuend schmeckt. Er erinnert mich an die Kuchen, die meine Oma früher gebacken hat – ohne Schnickschnack, aber mit ganz viel Liebe und guten Zutaten.
Was Sie für den saftigen Quitten-Mandelkuchen brauchen
Die Zutatenliste ist kurz und überschaubar. Genau das liebe ich an diesem Rezept. Sie brauchen keine exotischen Spezialitäten – alles, was Sie einkaufen müssen, finden Sie im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt. Lassen Sie mich Ihnen die wichtigsten Zutaten kurz vorstellen:
Für den Teig:
- 250 g weiche Butter – Am besten nehmen Sie Butter mit mindestens 82 % Fettgehalt. Meine Lieblingsmarke ist die Deutsche Markenbutter, weil sie so schön cremig ist. Wenn Sie beim Backen sparen wollen, können Sie auch Margarine nehmen, aber der Geschmack leidet ein bisschen.
- 200 g Zucker – Ich verwende ganz normalen Haushaltszucker. Brauner Zucker gibt eine leichte Karamellnote, falls Sie das mögen. Aber ehrlich gesagt, der Kuchen ist so schon süß genug.
- 1 Päckchen Vanillezucker – Oder das Mark einer Vanilleschote, wenn Sie sich richtig verwöhnen wollen. Ich nehme meistens den Vanillezucker aus der Tüte, weil ich den immer im Schrank habe.
- 4 Eier (Größe M) – Raumtemperatur, bitte! Das ist wirklich wichtig. Kalte Eier machen den Teig klumpig. Legen Sie sie einfach 15 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank.
- 300 g Mehl – Glattes Weizenmehl (Type 405) oder Dinkelmehl Type 630. Dinkelmehl gibt dem Kuchen eine leicht nussige Note, die super zu den Mandeln passt.
- 1 Päckchen Backpulver – Kein Backpulver? Kein Problem! Sie können auch 1 TL Natron mit 2 EL Zitronensaft ersetzen. Das funktioniert genauso gut.
- 100 g gemahlene Mandeln – Ohne Haut, also blanchiert. Die gemahlenen Mandeln aus der Tüte sind völlig in Ordnung. Wer mag, kann auch frische Mandeln selbst mahlen – das gibt ein intensiveres Aroma.
- 1 Prise Salz – Klingt komisch bei einem süßen Kuchen, aber Salz hebt den Geschmack ungemein. Nicht weglassen!
- 2 EL Milch – Nur falls der Teig zu fest ist. Das passiert manchmal, wenn die Eier etwas kleiner sind.
Für den Belag:

- 2-3 reife Quitten (ca. 500 g) – Die Hauptdarstellerin! Achten Sie darauf, dass die Quitten schön gelb sind und duften. Reife Quitten erkennt man an ihrem intensiven, blumigen Geruch. Sie sollten fest sein, aber nicht steinhart.
- 2 EL Zitronensaft – Verhindert, dass die Quitten braun werden. Außerdem gibt es eine schöne Säure, die die Süße ausgleicht.
- 50 g gehobelte Mandeln – Für die Dekoration und den Crunch. Ich röste sie vorher kurz in der Pfanne an – das bringt so viel mehr Geschmack!
- 2 EL Puderzucker – Zum Bestäuben vor dem Servieren. Sieht hübsch aus und schmeckt dazu.
Mein Tipp: Wenn Sie keine Quitten bekommen, können Sie auch Äpfel oder Birnen nehmen. Aber ehrlich – dann ist es halt kein Quittenkuchen mehr. Die Quitte ist einfach etwas Besonderes. Probieren Sie es wenigstens einmal mit ihr!
Welches Equipment Sie brauchen
Für diesen Kuchen brauchen Sie wirklich keine Profi-Ausstattung. Das meiste haben Sie bestimmt schon in der Küche:
- Eine große Rührschüssel – Nichts Kompliziertes. Eine einfache Glasschüssel tut es auch. Ich benutze meine alte Keramikschüssel von meiner Oma – die hat schon hunderte Kuchen gesehen.
- Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine – Perfekt zum schnellen Verrühren. Geht aber auch mit einem Schneebesen und etwas Muskelkraft, wenn Sie Lust auf ein kleines Workout haben.
- Eine Springform (26 cm Durchmesser) – Oder eine Kastenform, wenn Sie lieber einen Rührkuchen möchten. Ich mag die Springform, weil der Kuchen so schön flach und saftig wird.
- Backpapier – Spart das Einfetten der Form und der Kuchen lässt sich leichter lösen. Einfach zuschneiden und in die Form legen.
- Ein scharfes Messer und ein Sparschäler – Zum Schälen und Schneiden der Quitten. Ein gutes Messer ist Gold wert, denn Quitten sind ziemlich hart.
- Ein kleiner Topf – Falls Sie die Quitten vor dem Backen kurz dünsten möchten (mehr dazu in den Tipps).
Budget-Tipp: Wenn Sie keine Springform haben, backen Sie den Kuchen einfach in einer Auflaufform. Der Teig verteilt sich dann etwas anders, aber das Ergebnis ist genauso lecker. Und Handrührgeräte gibt es schon für unter 20 Euro – eine gute Investition für alle, die öfter backen.
So gelingt der saftige Quitten-Mandelkuchen Schritt für Schritt
Jetzt wird es praktisch. Ich führe Sie durch jeden Schritt, damit wirklich nichts schiefgeht. Versprochen, es ist einfacher, als Sie denken!
Schritt 1: Die Quitten vorbereiten (ca. 15 Minuten)
Zuerst die Quitten gründlich waschen. Der Flaum auf der Schale lässt sich leicht unter fließendem Wasser abreiben. Dann die Quitten schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Achtung: Quitten sind wirklich hart! Seien Sie vorsichtig mit dem Messer. Ich schneide sie am besten auf einem stabilen Brett. Die geschälten Quitten in dünne Spalten schneiden (ca. 0,5 cm dick) und sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
Mein Tipp aus Erfahrung: Wenn die Quitten sehr fest sind, können Sie sie für 5 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. Das macht sie weicher und sie backen besser durch. Aber ehrlich, ich habe das nur einmal gemacht – meistens reicht es, sie dünn zu schneiden.
Schritt 2: Den Ofen vorheizen (2 Minuten)
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen oder einfetten. Ich nehme immer Backpapier – das spart so viel Arbeit beim Reinigen!
Schritt 3: Den Teig zubereiten (10 Minuten)
Die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker in einer großen Schüssel schaumig schlagen. Das dauert etwa 3-4 Minuten mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe. Die Masse sollte hell und cremig sein.
Die Eier nacheinander unterrühren. Jedes Ei etwa 30 Sekunden lang einarbeiten, bis die Masse wieder glatt ist. Dann das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz mischen und zusammen mit den gemahlenen Mandeln zur Butter-Ei-Masse geben. Alles kurz auf niedriger Stufe verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Wenn der Teig zu fest ist, geben Sie die 2 EL Milch dazu. Der Teig sollte schwer reißend vom Löffel fallen – so wie ein Rührteig eben.
Wichtig: Nicht zu lange rühren! Sobald alles vermischt ist, aufhören. Sonst wird der Kuchen zäh. Das habe ich einmal gelernt, als ich abgelenkt war und der Teig plötzlich gummiartig wurde.
Schritt 4: Den Kuchen zusammensetzen (5 Minuten)
Den Teig gleichmäßig in der vorbereiteten Springform verteilen. Die Quittenspalten darauf anordnen – am besten in einer schönen, gleichmäßigen Schicht. Drücken Sie die Quitten leicht in den Teig hinein. Dann die gehobelten Mandeln darüberstreuen.
Persönlicher Hinweis: Ich lege die Quitten immer in Kreisen an, von außen nach innen. Das sieht später auf dem Kuchen so hübsch aus. Aber keine Sorge, wenn das bei Ihnen nicht perfekt wird – der Geschmack ist das, was zählt!
Schritt 5: Backen (45-55 Minuten)
Den Kuchen auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben und backen. Nach etwa 40 Minuten die Stäbchenprobe machen: Ein Holzstäbchen in die Mitte stechen. Wenn kein Teig mehr kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. Bei mir dauert es meistens 50 Minuten.
Der Kuchen sollte schön goldbraun sein. Wenn die Mandeln zu dunkel werden, legen Sie in den letzten 10 Minuten ein Stück Alufolie locker darüber. Das verhindert, dass sie verbrennen.
Schritt 6: Abkühlen lassen und servieren (30 Minuten)
Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. Am besten schmeckt er lauwarm mit einem Klecks Schlagsahne oder einem Kugel Vanilleeis – aber auch kalt ist er ein Traum!
Mein Geheimnis: Ich lasse den Kuchen über Nacht im Kühlschrank durchziehen. Am nächsten Tag ist er noch saftiger und die Aromen haben sich richtig entfaltet. Perfekt für den Sonntagskaffee!
Meine besten Tipps und Tricks für den perfekten Quitten-Mandelkuchen
Nach vielen Backversuchen – und einigen Misserfolgen – habe ich ein paar Tricks gelernt, die Ihnen helfen, den Kuchen jedes Mal perfekt hinzubekommen:
- Die Quitten reif wählen: Reife Quitten duften intensiv und geben beim Backen mehr Aroma ab. Wenn sie noch grün sind, legen Sie sie ein paar Tage bei Zimmertemperatur nachreifen. Ich stelle sie einfach in eine Obstschale auf die Fensterbank.
- Nicht zu viel rühren: Der Teig ist fertig, sobald alle Zutaten vermischt sind. Übermäßiges Rühren aktiviert das Gluten im Mehl und macht den Kuchen zäh. Das habe ich einmal gelernt, als ich den Teig stehen ließ und dann nochmal durchrührte – das war kein schöner Kuchen.
- Die richtige Backform: Eine Springform mit heller Beschichtung ist ideal. Dunkle Formen werden schneller heiß und der Kuchen kann außen verbrennen, bevor er innen durch ist. Falls Sie nur eine dunkle Form haben, backen Sie bei 10 Grad weniger.
- Die Stäbchenprobe nicht vergessen: Jeder Ofen backt anders. Verlassen Sie sich nicht blind auf die Backzeit. Mein Ofen braucht immer 50 Minuten, aber bei meiner Freundin ist der Kuchen schon nach 40 Minuten fertig. Also: Stäbchen rein und nachschauen.
- Den Kuchen richtig lagern: In einer luftdichten Dose bleibt der Kuchen 3-4 Tage saftig. Am zweiten Tag schmeckt er sogar noch besser, weil die Aromen durchziehen. Einfach in Alufolie wickeln oder in eine Kuchenbox legen.
Ein Fehler, der mir passiert ist: Einmal habe ich vergessen, das Backpulver in den Teig zu geben. Der Kuchen war flach wie ein Pfannkuchen! Seitdem mische ich das Backpulver immer vorher mit dem Mehl – das verhindert solche Pannen. Passiert ist mir das, weil ich beim Telefonieren abgelenkt war. Seitdem lege ich das Handy weg, wenn ich backe.
Variationen und Anpassungen für jeden Geschmack
Dieser Kuchen ist ein echtes Multitalent. Hier sind meine liebsten Abwandlungen, die ich im Laufe der Jahre ausprobiert habe:
- Glutenfrei: Ersetzen Sie das Weizenmehl einfach durch eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. von Schär oder selbst gemischt aus Reismehl, Maisstärke und Buchweizenmehl). Die Konsistenz wird etwas bröseliger, aber der Geschmack ist genauso gut. Meine glutenfreie Freundin war begeistert!
- Vegan: Für eine vegane Version ersetzen Sie die Butter durch Margarine oder Kokosöl, die Eier durch 4 EL Apfelmus plus 1 EL Leinsamenmehl (mit 3 EL Wasser verrührt) und die Milch durch Pflanzenmilch. Funktioniert überraschend gut – ich habe es für einen veganen Freund gebacken und er hat nichts gemerkt.
- Mit anderen Früchten: Statt Quitten können Sie auch Äpfel (z.B. Boskop oder Elstar), Birnen oder sogar Rhabarber verwenden. Äpfel geben eine ähnliche Säure, Birnen sind süßer. Rhabarber passt toll im Frühling. Einfach die Früchte in dünne Spalten schneiden und genauso verwenden wie die Quitten.
- Mit Gewürzen: Geben Sie 1 TL Zimt oder 1/2 TL Kardamom in den Teig. Das passt wunderbar zu den Quitten und Mandeln. Im Winter backe ich den Kuchen oft mit Lebkuchengewürz – das riecht dann so weihnachtlich!
- Mit Streuseln: Für extra Crunch können Sie aus 50 g Mehl, 50 g Zucker und 50 g Butter Streusel kneten und vor dem Backen über die Quitten streuen. Das macht den Kuchen noch verführerischer – meine Kinder lieben diese Variante.
Meine persönliche Lieblingsvariation: Ich gebe manchmal 2 EL Amaretto oder Mandellikör in den Teig. Das verstärkt das Mandelaroma und gibt dem Kuchen eine erwachsene Note. Perfekt für den Sonntagskaffee, wenn die Kinder nicht da sind.
Servier- und Aufbewahrungstipps
Dieser Kuchen ist unglaublich vielseitig, wenn es ums Servieren geht. Hier sind meine liebsten Ideen:
- Temperatur: Am besten schmeckt er lauwarm – dann ist er besonders saftig und die Aromen kommen voll zur Geltung. Aber auch kalt ist er ein Genuss. Probieren Sie ihn mal mit einer Kugel Vanilleeis oder einem Klecks Sahne – ein Traum!
- Getränke: Dazu passt ein frischer Kaffee, ein cremiger Cappuccino oder ein Glas Milch. Für die Erwachsenen: Ein Glas Prosecco oder ein trockener Weißwein (z.B. Riesling) harmonieren wunderbar mit den Quitten und Mandeln.
- Für die Brotdose: Der Kuchen eignet sich perfekt zum Mitnehmen. Einfach in Stücke schneiden und in eine Dose packen. Er bleibt saftig und schmeckt auch noch am nächsten Tag in der Schule oder im Büro.
- Aufbewahrung: In einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur hält er sich 3-4 Tage. Im Kühlschrank bleibt er sogar bis zu einer Woche frisch – aber decken Sie ihn gut ab, sonst nimmt er andere Gerüche an. Einfrieren geht auch! Wickeln Sie ihn dafür in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. So hält er sich 3 Monate.
- Auftauen: Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen. Das dauert etwa 2-3 Stunden. Für den schnellen Genuss können Sie ein Stück auch für 30 Sekunden in der Mikrowelle erwärmen – dann schmeckt er fast wie frisch gebacken.
Ein Tipp aus meiner Küche: Wenn der Kuchen nach ein paar Tagen etwas trocken wird, bestreichen Sie ihn mit etwas Apfelsaft oder Orangensaft. Das macht ihn wieder schön saftig. Funktioniert wie ein Zauber!
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Ich bin keine Ernährungsberaterin, aber ich weiß, dass Quitten und Mandeln richtig gesunde Zutaten sind. Hier eine grobe Einschätzung der Nährwerte pro Stück (bei 12 Stücken):
| Nährwert | Pro Stück |
|---|---|
| Kalorien | ca. 320 kcal |
| Fett | 18 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 8 g |
| Kohlenhydrate | 35 g |
| davon Zucker | 18 g |
| Ballaststoffe | 3 g |
| Eiweiß | 6 g |
Was ist so gesund an Quitten? Quitten sind reich an Vitamin C, Ballaststoffen und Antioxidantien. Sie unterstützen die Verdauung und stärken das Immunsystem – perfekt für die kalte Jahreszeit. Die Mandeln liefern gesunde Fette, Vitamin E und Magnesium. Also, dieser Kuchen ist nicht nur lecker, sondern auch noch gut für Sie! Natürlich in Maßen, versteht sich.
Allergene: Der Kuchen enthält Gluten (im Mehl), Milchprodukte (Butter, Milch), Eier und Nüsse (Mandeln). Für Allergiker gibt es die oben genannten Alternativen.
Häufig gestellte Fragen zum Quitten-Mandelkuchen
Kann ich den Kuchen auch mit getrockneten Quitten backen?
Grundsätzlich ja, aber ich würde es nicht empfehlen. Getrocknete Quitten sind viel süßer und haben eine ganz andere Konsistenz. Der Kuchen wird dann eher wie ein Früchtebrot. Frische Quitten sind einfach die beste Wahl – sie geben dem Kuchen diese einzigartige Saftigkeit.
Warum wird mein Quitten-Mandelkuchen manchmal matschig?
Das passiert, wenn die Quitten zu dick geschnitten sind oder der Teig zu wenig Mehl enthält. Schneiden Sie die Quitten in dünne Spalten (maximal 0,5 cm dick) und lassen Sie den Kuchen nach dem Backen vollständig auskühlen, bevor Sie ihn anschneiden. Manchmal hilft es auch, die Quitten vor dem Backen kurz zu blanchieren, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.
Kann ich den Zucker reduzieren?
Ja, das geht! Ich habe den Kuchen schon mit 150 g Zucker gebacken, und er war immer noch süß genug. Die Quitten selbst bringen ja auch Süße mit. Wenn Sie den Zucker reduzieren, wird der Kuchen etwas kompakter, aber nicht weniger lecker. Probieren Sie es einfach aus!
Wie lagere ich den Kuchen am besten?
In einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur hält er sich 3-4 Tage. Im Kühlschrank bleibt er bis zu einer Woche frisch. Zum Einfrieren wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. So hält er sich 3 Monate. Auftauen bei Zimmertemperatur oder kurz in der Mikrowelle.
Kann ich den Kuchen auch in einer Kastenform backen?
Ja, absolut! Verwenden Sie eine Kastenform (ca. 30 cm Länge) und backen Sie den Kuchen etwa 10 Minuten länger, also 55-65 Minuten. Die Stäbchenprobe ist auch hier der beste Indikator. Der Kuchen wird dann etwas höher und kompakter, aber genauso saftig und lecker.
Fazit: Ein Kuchen, der bleibt
Dieser saftige Quitten-Mandelkuchen ist für mich mehr als nur ein Rezept. Er ist eine Erinnerung an diesen Samstagmorgen auf dem Markt, an die freundliche Bäuerin und an die Überraschung, die in einer einfachen, unbeachteten Frucht stecken kann. Er ist der Kuchen, der meine Familie an einem Tisch versammelt, der die Küche mit diesem wunderbaren Duft erfüllt und der einfach glücklich macht.
Ich lade Sie herzlich ein, dieses Rezept auszuprobieren. Scheuen Sie sich nicht vor den Quitten – sie sind viel einfacher zu handhaben, als Sie denken. Und wenn Sie den Kuchen einmal gebacken haben, werden Sie verstehen, warum ich so begeistert bin. Vielleicht wird er ja auch in Ihrer Familie zum neuen Lieblingskuchen.
Jetzt sind Sie dran! Haben Sie den Kuchen schon gebacken? Oder haben Sie eine eigene Variante entwickelt? Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren davon erzählen. Teilen Sie das Rezept auch gerne mit Ihren Freunden und Ihrer Familie – denn gutes Essen ist doch das Schönste, was man teilen kann. Bis zum nächsten Mal und happy baking!
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Saftiger Quitten-Mandelkuchen: Einfach aus einer Schüssel backen
Dieser saftige Quitten-Mandelkuchen ist der unkomplizierteste Kuchen, den ich kenne. Kein stundenlanges Schälen, kein kompliziertes Abwiegen – einfach alles in eine Schüssel, kurz verrühren, und ab in den Ofen.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 50 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 5 Minuten
- Yield: 12 Stücke 1x
- Category: Kuchen
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g weiche Butter (1 Tasse + 2 EL)
- 200 g Zucker (1 Tasse)
- 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 8 g)
- 4 Eier (Größe M)
- 300 g Mehl (2 1/2 Tassen)
- 1 Päckchen Backpulver (ca. 15 g)
- 100 g gemahlene Mandeln (1 Tasse)
- 1 Prise Salz
- 2 EL Milch (30 ml)
- 2–3 reife Quitten (ca. 500 g)
- 2 EL Zitronensaft (30 ml)
- 50 g gehobelte Mandeln (1/2 Tasse)
- 2 EL Puderzucker (15 g)
Instructions
- Die Quitten gründlich waschen, den Flaum abreiben, schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. In dünne Spalten (ca. 0,5 cm dick) schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln.
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Die Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen oder einfetten.
- Die weiche Butter mit dem Zucker und Vanillezucker in einer großen Schüssel schaumig schlagen (ca. 3-4 Minuten).
- Die Eier nacheinander unterrühren, jedes Ei etwa 30 Sekunden lang.
- Mehl mit Backpulver und Salz mischen, zusammen mit den gemahlenen Mandeln zur Butter-Ei-Masse geben. Kurz auf niedriger Stufe verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Falls nötig, 2 EL Milch zugeben.
- Den Teig gleichmäßig in der Springform verteilen. Die Quittenspalten darauf anordnen und leicht in den Teig drücken. Die gehobelten Mandeln darüberstreuen.
- Den Kuchen auf der mittleren Schiene 45-55 Minuten backen. Nach etwa 40 Minuten die Stäbchenprobe machen.
- Den fertigen Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
Notes
Die Quitten sollten reif sein (gelb und duftend). Wenn sie sehr fest sind, können sie 5 Minuten blanchiert werden. Der Kuchen bleibt in einer luftdichten Dose 3-4 Tage saftig und schmeckt am zweiten Tag noch besser.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 320
- Sugar: 18
- Sodium: 0.1
- Fat: 18
- Saturated Fat: 8
- Carbohydrates: 35
- Fiber: 3
- Protein: 6
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